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Abraham neuer WBO-Pflichtherausforderer

Abraham besiegte Krasniqi einstimmig nach Punkten

Arthur Abraham (46-5-0, 30 K.o.) siegte im WBO-Ausscheidungskampf gegen Robin Krasniqi (46-5-0, 17 K.o.) einstimmig nach Punkten (118-110, 117-111, 115-114)

Krasniqi konnte einem Leidtun. Da war er  vom Halbschwergewicht in das Supermittelgewicht abgestiegen, hospitierte in den USA und  wechselte den Trainer. Von Dirk Dzemski in Magdeburg ging er nach Frankfurt/ Main zu Magomed Schaburow. Unmittelbar vor dem Kampf drohte Krasniqi: „Ich schicke Arthur Abraham in Rente.“ Bereits nach wenigen Runden waren all die Maßnahmen und Worte Makulatur. Der 37 Jahre alte Ringhaudegen Abraham übernahm die Befehlsgewalt im Ring. Von Runde zu Runde punktete er sich zum Sieg. In der Ringmitte hatte Abraham unverkennbar die Befehlsgewalt. Krasniqi bewies Mut und Tapferkeit, wenn er sich immer wieder den Schlägen des Berliners mit armenischen Wurzeln entgegen stellte. Doch wie in vielen Kämpfen vorher trafen Robins Aufwärtshaken zu selten das Ziel.

Da ist die Frage schon berechtigt: Was hat der Münchner durch seinen Trainerwechsel eigentlich gelernt? Im Faustduell gegen Abraham jedenfalls war davon nichts zu sehen. King Arthur sagte nach dem Kampf: „Ich gehe zufrieden nach Hause, weil ich vor einem prima Publikum gegen einen guten und konditionsstarken Gegner gewonnen habe.“ Trainer Ulli Wegner spielte auf die Fluchtversuche Krasniqis an, wenn er sagt: „Robin muss eine gute Kondition haben, wenn er so viel im Ring laufen kann.“ Ein WM-Kampf rückt für Krasniqi zwar etwas in die Ferne, aber entschlossen sagte er nach dem Kampf: „Es geht weiter. Ich komme zurück.“

Die Kampfbilanz des 22 Jahre alten Schwergewichtlers Tom Schwarz (19-0-0, 12 K.o.) bleibt auch nach 19 Kämpfen weiß wie die Kirschblüten in seiner anhaltinischen Heimat am Süßen See. Adnan Redzovic (18-2-0, 6 K.o.), ein alter Haudegen aus Sarajevo, fand sich in der zweiten Runde im Ringstaub wieder. Die Freude über den Gewinn des WBO-Intercontinental Gürtels war dem 1,96 m großen Schwarz anzusehen. Von einer EM oder WM spricht der Jungstar aber noch nicht: „An solche Kämpfe kann ich in zwei oder drei Jahren denken. Vorerst trainiere ich weiter hart bei Dirk Dzemski.“

Den Hammer packte auch Halbschwergewichtler Adam Deines (11-0-1, 6 K.o.) aus. Nur 20 Sekunden nach dem ersten Gong lag Adams Gegner Lukasz Golebiewski (8-1-0, 5 K.o.) schon am Boden. Nach einem weiteren Niederschlag nahm der Ringrichter den Polen aus dem Kampf. T.K.o.-Sieg für den Profi aus Salzgitter. „Beim Wiegen  hat mich Golebiewski noch ausgelacht. Nie schlägst du mich K.o.“, grinste Deines nach dem Sieg.

In seinem sechsten Profikampf weckte auch der Münchner Emre Cukur (6-0-0, 0 K.o.) Hoffnungen. Gegen den erfahrenen Ungarn Zoltan Sera (28-13-0, 19 K.o.) gewann der 23-Jährige Bayer alle acht Runden. In einem Kampf im Halbmittelgewicht holte sich der Marokkaner Mohammed Rabii (2-0-0, 1 K.o.), Amateurweltmeister und Olympiadritter von Rio, einen klaren 3:0-Punktsieg über Jean Pierre Habimana (6-9-3, 2 K.o.) aus Belgien.

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