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AIBA-Box-WM: Profis unterstützen bei der Vorbereitung

Es ist der letzte Trainingshöhepunkt vor der AIBA-Boxweltmeisterschaft in Hamburg. Deutschlands beste Faustkämpfer bereiteten sich seit dem 6. August in Hennef auf die WM vor, die erstmals seit 1995 wieder in der Bundesrepublik stattfinden wird. Mittlerweile ist es Tradition, dass man in Hennef gemeinsam mit anderen Nationen trainiert. Diesmal folgten der Einladung des deutschen Boxsport-Verbands (DBV) Athleten aus Botswana, Brasilien, Guatemala, Holland, Mauritius, der Mongolei und den USA. Neu: Promoter Rainer Gottwald half beim Sparring mit einigen seiner Profis aus.

Eddie Bolger ist neu im deutschen Trainerstab. Der „High Performance Coach“ des irischen Boxverbands wechselte Anfang April zum DBV und arbeitet nun am Stützpunkt in Heidelberg. „Der Abstieg in das Mittelmaß beginnt damit, dass man die gleichen Dinge wieder und wieder macht und jedes Mal ein anderes Ergebnis erwartet“, sagt Bolger, der den deutschen Boxsport zurück an die Weltspitze führen will. 
Für ihn ist seine schwierige Aufgabe ein Prozess, in dessen Mittelpunkt die Sportler stehen. „Wenn sich alle darauf konzentrieren, zum richtigen Zeitpunkt ihre Leistungen abzurufen, dann werden sich die Erfolge automatisch einstellen.“

Die Leistungen, die die DBV-Asse in Hennef zeigten, imponierten dem Coach. Erstmals nahmen jedoch auch Profiboxer an dem Lehrgang teil. Aufgrund der neuen Wettkampfbestimmungen und einer gemeinsamen Initiative von Rainer Gottwald, Karlsruhes Bürgermeister Dr. Martin Lenz und des DBV ist dies jetzt möglich. 
Gottwalds Boxer Alexander Peil, Deniz Ilbay und Vincent Feigenbutz, kletterten gegen Weltklasse-Amateure in den Ring. 
Keiner der Profis hatte Probleme, sich auf die „Sprintstrecke“ von drei Runden umzustellen. Feigenbutz zog nach seiner Einheit gegen Brasilien einen Vergleich: „Amateurboxen ist wie Profiboxen, nur kürzer.“

Alexander Peil boxte ebenfalls gegen einen Brasilianer und lieferte eine gute Leistung ab. DBV-Coach Valentin Silaghi, der neben den Amateuren am Stützpunkt Heidelberg, auch Feigenbutz und Peil betreut, zeigte sich begeistert: „Meine Sportler messen sich mit der internationalen Weltspitze des olympischen Boxens. Wann hat es so etwas jemals zuvor gegeben?“

Wer glaubte, dass es der Profi Deniz Ilbay nach seiner Hand-OP ruhig angehen lassen würde, sah sich getäuscht. Beim Sparring gab er richtig Gas und hielt seinen wesentlich größeren und beinahe zehn Kilo schwereren Partner in Atem. Garip Ilbay musste seinen Sohn einbremsen, denn für das erste Sparring unter Wettkampfbedingungen tat der schon fast zu viel. Bei den WM-Chancen der Deutschen ist sich Vater Ilbay sicher: „Die Jungs brennen. Das wird was.“

Quelle: 

Wolfgang Wycisk

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