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Ali-Trophy: Brähmer freut sich auf seine Premiere

Jürgen Brähmer Supermittelgewicht World Boxing Super Series WBSS

Zurück in die Zukunft. Unter diesem Motto steht für Jürgen Brähmer der Start in die „World Boxing Super Series“ (WBSS). Am 27. Oktober will der Schweriner in der heimischen Sport- und Kongresshalle mit einem Sieg über den US-Amerikaner Rob Brant ins Viertelfinale des Turniers um die „Muhammad Ali Trophy“ einziehen.

Mehr als zehn Jahre stand der Ex-Weltmeister, der am 5. Oktober 39 Jahre alt wird, nicht mehr als Supermittelgewichtler im Ring. Die Gewichtsklasse, in der Brähmer zur damaligen Zeit als einer der gefürchtetsten Puncher weltweit galt (24 Knockouts in 31 Kämpfen). Jetzt kehrt der Rechtsausleger zurück. „Ich habe und hatte noch nie Gewichtsprobleme“, erklärt Brähmer beim Training. Locker und scheinbar ohne große Anstrengung spult er seine sechsründige Einheit beim Pratzentraining ab. Diese hält wiederum ein altes, bekanntes Gesicht: Michael Timm. Mit dem Bundestrainer der Amateure am Leistungsstützpunkt Schwerin bereitet sich Brähmer auf seinen kommenden Kampf vor.

„Ich schätze an ihm, dass er sich als Coach immer weiterentwickelt", sagt Brähmer. „‚Timmi‘ versucht immer, das Optimum aus seinem Sportler herauszukitzeln, und setzt dabei häufig auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Aus eigener Erfahrung als Trainer weiß ich, wie schwer es ist, jemand auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit ins Gefecht zu schicken – und das kann er wie kaum ein anderer!“

Auf diese Expertise wird der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern am Wettkampftag jedoch verzichten müssen, denn Timm hat laut eigener Aussage fast zeitgleich einen anderen Kampf zu bestreiten: „Ich werde in Indien meine Tochter zum Altar führen.“ Seiner Ansicht nach stört seinen neuen, alten Schützling das allerdings wenig. „Jürgen war und ist das Wichtigste, dass wir die Vorbereitung auf den 27. Oktober gemeinsam bestreiten. In der Ringecke kommt er auch ohne mich zurecht. Den Kampf muss er sowieso allein gewinnen.“ Dieses Experiment hätte Timm jedoch nicht mit jedem gemacht, „aber Jürgen hat ja bereits einige Erfahrung als Coach gesammelt und eine lange erfolgreiche Karriere hinter sich.“

Brähmer bringt die Konstellation genau auf den Punkt: „Im Kampf muss mir niemand eine Motivationsspritze geben, denn ich weiß, um was es geht. Ich brauche auch niemanden, der mir erzählt was ich selber schon weiß. Alles was ich brauche, lerne ich im Training – ob nun Plan A, B oder C. Und das rufe ich situationsbedingt im Kampf ab. Sich plötzlich in der Rundenpause komplett neu zu erfinden ist meiner Meinung nach nicht möglich.“

Und daher kann der Box-Veteran auf seinen Coach an diesem Tag verzichten. Der gibt wiederum aber schon einmal Bewerbungstipps an seinen potenziellen Vertreter. Timm: „Jürgen reichen normal drei kurze, prägnante Sätze in den Pausen. Der einfachste und effektivste Satz lautet: Hau ihn um!“ Das konnte Brähmer als Supermittelgewichtler ja schon immer gut …

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