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Brähmer: „Tyron muss sein Potenzial abrufen!“

Brähmer und sein Schützling Tyron Zeuge

Im vergangenen November führte Jürgen Brähmer seinen Schützling Tyron Zeuge (20-0-1, 11 K.o.) zum WBA-Titel. Im März gab es die erste Titelverteidigung gegen Isaac Ekpo. Am 17. Juni steht nun die zweite Titelverteidigung gegen den Engländer Paul Smith (38-6-0, 22 K.o.) in der Rittal Arena in Wetzlar an. Was der Coach über Zeuges Vorbereitung, Gegner Paul Smith und ein mögliches Rematch gegen Ekpo denkt, erfahren Sie im folgenden Interview.

Jürgen Brähmer, am 17. Juni steigt Ihr Schützling Tyron Zeuge zu seiner zweiten Titelverteidigung gegen Paul Smith in den Ring. Wie laufen die Vorbereitungen?

Jürgen Brähmer: Sehr gut. Wir haben noch bis zum Wochenende Sparring, bei den bisherigen Sparrings konnte Tyron überzeugen. Anfang der nächsten Woche geht es dann nach Wetzlar. Wir sind bestens auf diesen Kampf vorbereitet.

In Wetzlar fand vor elf Jahren der Kampf zwischen Abraham und Miranda statt, der als "Blutschlacht von Wetzlar" in die Boxgeschichte einging. Hinzu kommt, dass Abraham schon zwei Mal gegen Paul Smith geboxt hat. Ein gutes Omen?

JB: Ich kann mich an den Kampf erinnern, der war dramatisch. Und die Kämpfe von Smith gegen Abraham habe ich mir natürlich als Trainer bei der Videoanalyse angesehen. Aber mit Tyrons Kampf hat das wenig zu tun. Natürlich ist es schön einen gewissen Heimvorteil zu haben, mehr aber auch nicht.

Was halten Sie von Paul Smith?

JB: Er steht stabil, ist konditionell stark und sucht den Kampf. Zudem hat er mit seinen 34 Jahren eine Menge Erfahrung - und boxt sehr fair. Das dürfte Tyron liegen.

Sie sagen Smith boxt fair. Tyron Zeuges letzter Gegner war nicht ganz so fair. Was halten Sie im Nachhinein von dem Kampf gegen Isaac Ekpo?

JB: Das war kein guter Kampf. Ekpo hat mit allen Mitteln gearbeitet - und diese waren nicht sauber, aber so ist es halt. Auch damit muss man umgehen können. Hier hat Tyron noch Schwächen gezeigt, die er zukünftig abstellen muss. Aber das kommt mit der Erfahrung. Er wird aus dem Kampf gegen Ekpo seine Lehren ziehen.

Das Ekpo-Lager und sein Manager Don King haben lautstark einen Rückkampf gefordert. Wie stehen Sie zu einem Rematch?

JB: Dieser Kampf muss noch mal kommen. Wir hatten uns auch auf Ekpo eingestellt. Man kann diesen ersten Kampf so nicht stehen lassen. Ich hoffe, dass wir noch einmal gegen Ekpo kämpfen werden und Tyron dann ein klares Statement abliefert.

Jetzt geht es zunächst gegen Paul Smith. Nach dem Ekpo-Fight hatten Sie und Tyron nur eine kurze Pause. War das gut?

JB: Das war sehr gut. Tyron durfte einen Kurzurlaub machen, nach zwei Wochen stieg er wieder ins Training ein. Dadurch brachte er auch eine gute Grundfitness mit - und wir konnten uns nach dem Grundlagentraining schnell auf das spezielle Training konzentrieren.

Als Tyron Zeuge zu Ihnen kam, hatte er mit starken Gewichtsproblemen zu kämpfen. Davon ist jetzt nichts mehr zu merken.

JB: Stimmt. Er hat begriffen, dass er seine Ernährung komplett umstellen muss. Das hat er auch getan und hält sich schon seit längerer Zeit an seinen Ernährungsplan, den wir ausgearbeitet haben. Er spürt, dass er dadurch viel besser aufgestellt ist und konditionell intensive zwölf Runden gehen kann. Dieses Gefühl und diese Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit ist wichtig.

Wie geht der Kampf gegen Paul Smith aus?

JB: Wir werden Paul Smith auf keinen Fall unterschätzen, aber wenn Tyron sein Potenzial am 17. Juni abruft, mache ich mir keine Sorgen um den Ausgang des Kampfes.

Die Box-Gala in Wetzlar wird am 17. Juni live auf Sat1 und ranfighting.de übertragen.

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