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Briedis: „Ich stehe mit einem Krieger im Ring"

Marco Huck, Mairis Briedis, Pressekonferenz

Auf der gestrigen Pressekonferenz in Dortmund reagierten der deutsche IBO-Weltmeister Marco Huck und Mairis Briedis elektrisiert auf die in der Nacht zum Mittwoch vom Weltverband WBC getroffene Entscheidung, dass beide Hauptkämpfer am Samstag in der Dortmunder Westfalenhalle um den regulären WBC-Titel im Cruisergewicht kämpfen dürfen.

„Ich habe schon als Kind davon geträumt, einmal um den Gürtel zu boxen, den Muhammad Ali einmal getragen hat“, schwärmte Marco Huck. „Ich hatte es gehofft, aber dass es nun wahr geworden ist, gibt mir noch einmal zusätzliche Motivation“, diktierte Mairis Briedis.

„Dies wird der wichtigste und größte Kampf in meiner Karriere, deshalb werde ich auch keinerlei Prognose über den Kampfausgang ausgeben“, so Briedis weiter.

„Ich stehe mit einem Krieger und großen Champion im Ring und werde darauf achten, taktisch sehr diszipliniert zu boxen. Dann werde ich von Runde zu Runde sehen, wie es läuft und was für mich möglich ist. Ich hoffe, dass wird ein seriöser und fairer Kampf. Aber was auch immer Marco macht, ich bin darauf vorbereitet.“

Marco Huck kündigte an: „Dieser Kampf wird mit Haken und Ösen geführt werden. Wir spielen ganz bestimmt kein Schach. Das wird ein richtiger Kampf, aber ein sauberer Kampf.“

Auch der 32-jährige IBO-Champion zollte seinem ungeschlagenen Gegner, der 18 seiner 21 Kämpfe vorzeitig für sich entschieden hatte, großen Respekt:

„Ich empfinde eine Mischung aus Vorfreude und Druck, wobei die Vorfreude überwiegt. Das wird ein sehr, sehr schwerer Fight auf Augenhöhe, aber ich bin ein geborener Kämpfer. Und je schwerer man sich einen Kampf vorstellt, desto leichter wird er am Ende. Ich bin von mir überzeugt und weiß, dass ich der Bessere von uns bin.“

In der Vorbereitung hatte Marco Huck zuletzt nichts dem Zufall überlassen. Für eine ausgewogene und dosierte Ernährung hatte er mit Marvin Mende (Ex-Koch von Julian Draxler) einen eigenen Koch eingestellt, mit dem deutschen Olympia-Medaillengewinner Oktay Urkal einen kampferprobten, neuen Trainer ins Team geholt.

„Ich habe mit Marco ein paar boxerische Schönheitsfehler korrigiert, ansonsten ist er ein perfekt ausgebildeter Boxer, dem man nichts mehr beibringen muss“, so Urkal, der früher mit seinem jetzigen Schützling im gleichen Boxstall trainierte.

Leichte Irritationen löste Briedis-Manager Al Siesta aus, als er gefragt wurde, warum er für sein Team das vom Huck-Management angebotene Team und sogar den Fahrdienst ausgeschlagen habe.

„Das ist keine Frage des Misstrauens, aber ich komme aus Russland, bin vielleicht ein bisschen sehr paranoid und habe zu viele Bond-Filme gesehen. Aber ich wollte Mairis vor einer Erkältung schützen, weil es hier in Deutschland viel wärmer als in Lettland ist. Und im Übrigen wollten wir einfach ein ruhiges, komfortables Umfeld ohne Ablenkung.“

RTL überträgt den Kampf ab 22.45 Uhr live. Das Motto: „No Mercy – Keine Gnade”; Moderation: Florian König; Kommentator: Stefan Fuckert; Ringsprecher: Jimmy Lennon Jr.

In einem attraktiven Vorkampf geht es ab ca. 21.30 Uhr um den WBC-Gürtel im Mittelgewicht zwischen der ungeschlagenen deutschen WBC- und WBO-Weltmeisterin Christina Hammer und der Schwedin Maria Lindberg. Die Lokalmatadorin: „Ich will zeigen, dass ich nicht wie ein typische Frau boxe. Dazu habe ich sehr viel Sparring mit Männern gemacht.“

Zeigen kann sie das am Samstag nicht nur ihren Fans in der Dortmunder Westfalenhalle. RTL überträgt den WM-Kampf auf seiner Facebook-Seite „Boxen bei RTL“ live.

Quelle: 

imago/Marianne Müller

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