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Bundesliga: Nordhausen steht im Finale

Bundesliga: Balázs Bacskai (in Rot) siegte für den Nordhäuser SV im Duell mit dem BC Chemnitz 94

Es war ein hart umkämpftes Ostderby zwischen dem BC Chemnitz 94 und dem Nordhäuser SV (11:13) in der Süd-Staffel der Bundesliga. Dabei mussten die Boxer von NSV-Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling alles in den Ring werfen – Chemnitz forderte den aktuellen deutschen Vizemeister und Tabellenführer aus Nordthüringen bis zum Schlussgong.

„Respekt für diese couragierte Leistung. Sie sind wirklich eine Bereicherung für die Bundesliga“, lobte Dietrich-Scherfling den aktuell Zweitplatzierten aus Sachsen anschließend. Am Ende hieß es trotzdem 13:11 aus Sicht des Nordhäuser SV, womit eine gelungene Generalprobe für die Finalkämpfe im April perfekt war: „Das Ergebnis geht in Ordnung, denn wir bekamen insgesamt eine Hand mehr ins Ziel.“

Der erste Kampf im Bantamgewicht bis 56 Kilogramm war bereits der erwartet enge Schlagabtausch zwischen den erfahrenen Haudegen Ronny Beblik (Chemnitz) und dem Nordhäuser Raman Sharafa. Zwar dominierte Sharafa seinen sächsischen Gegenüber insbesondere in der 3. Runde deutlich, trotzdem sahen die Punktrichter Beblik knapp vorne. „Leider ist er zu spät aufgewacht und setzte in der 2. Runde zu wenig eigene Akzente, sodass er am Ende nicht mehr genug aufholen konnte“, kommentierte Chefcoach Dietrich-Scherfling.

Von dem kleinen Rückschlag zu Beginn ließen sich die Rolandstädter aber nicht aus der Bahn werfen. Nachdem der Ungar Roland Gálos das Eigengewächs Gvido Beluns zur Aufgabe in der 1. Runde zwang, gewann auch NSV-Routinier Eugen Dahinten nach überstandener Krankheit vorzeitig gegen Nick Pfüller. Für den 7:5-Zwischenstand zur Halbzeit sorgte der Nordhäuser Publikumsliebling Balázs Bacskai, hatte mit Kushtrim Mahmuti allerdings mehr Mühe, als vorher erwartet. Bacskai musste bis zum Schlussgong Schwerstarbeit verrichten und hatte zudem mit seiner blutigen Nase zu kämpfen. Erst der starke Endspurt in der 3. Runde gab den Ausschlag zu seinen Gunsten.

Der aufopferungsvoll erkämpfte Erfolg des Ungarn hatte Signalwirkung für die vier noch anstehenden Gefechte. Zwar gelang den Sachsen in Person von Andrej Merzlyakov durch seinen Sieg in einem hochklassig geführten Fight mit Slawa Spomer noch mal der Anschluss, anschließend setzten sich unter phrenetischem Beifall der zahlreich mitgereisten Nordhäuser Fans aber sowohl Debütant Branimir Malencia sowie Schwergewichtler Dragan Veljkovic durch und sorgten für den vorzeitigen Mannschaftserfolg der Südharzer. Am 13:11-Auswärtserfolg der Nordhäuser änderte auch die Niederlage von Superschwergewichtler Roman Gorst gegen Philipp Gruner im letzten Kampf des Abends nichts mehr.

„Großes Kompliment an die Mannschaft, denn sie zeigte sich bis zuletzt hochkonzentriert. In dieser Form sind wir absolut für das Finale gewappnet und müssen uns vor niemandem verstrecken“, lobte NSV-Trainer Dietrich-Scherfling. Durch den Sieg zum Abschluss der Gruppenphase gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Staffelsieg stehen die Nordhäuser nun auch offiziell als Erstplatzierte der Süd-Riege fest, haben den Vize-Meistertitel bereits sicher und können für die Finalkämpfe am 22./29. April planen. „Natürlich wollen wir jetzt auch den Titelgewinn“, unterstreicht Manager Michael Döring.

Johann Reinhardt
 

Quelle: 

NSV/Ulrich Friebel

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