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Culcay liefert großen Fight, verliert aber WM-Titel

Jack Culcay und Demetrius Andrade lieferten sich ein spannendes WM-Duell

Viele hatten Jack Culcay im Vorfeld als chancenlos bezeichnet. Doch im Fight um den WBA-Titel verkaufte sich der „Boxer des Jahres“ gegen den favorisierten US-Amerikaner Demetrius Andrade besser als erwartet. Am Ende musste sich Culcay im Halbmittelgewichts-Duell nach Punkten durch „Split Decision“ (1:2) geschlagen geben.

Andrade legte vor allem in der ersten Hälfte des Kampfes den Grundstein für seinen Erfolg, indem er immer wieder seine Reichweitenvorteile zur Geltung brachte. Mit zunehmender Kampfdauer steigerte sich Culcay jedoch.

Phasenweise lieferten sich die beiden Rivalen sogar einen offenen Schlagabtausch. Obwohl der 31-jährige Darmstädter immer wieder beherzt den Vorwärtsgang einlegte, gelang es ihm nicht, den konditionell abbauenden Andrade auszuknocken. Zudem erlaubte es „Golden Jack“ seinem Gegenüber immer wieder, deutliche Treffer aus der Distanz zu landen. Diese gaben am Ende wohl auch den Ausschlag dafür, dass viele knappe Runden des Gefechts für den US-Boxer gewertet wurden.

Culcay war die Enttäuschung über die Niederlage nach dem Kampf deutlich anzumerken. „Am Ende muss ich die Entscheidung der Punktrichter respektieren“, lautete sein kurzes Fazit. Das offizielle Urteil nach 12 Runden in Ludwigshafen lautete Punktniederlage nach Split Decision (112:116, 112:116, 115:114).

„Das Urteil geht in Ordnung. Aber an Jacks Kämpferherz können sich viele ein Beispiel nehmen", lobte Coach Ulli Wegner seinen Schützling. Ob es zu einem Rematch kommen wird, ließ Andrade nach dem Fight offen, machte aber zugleich deutlich, dass er den gewonnenen WM-Titel nun zunächst gegen andere Boxer „vergolden“ will.

Das Duell Culcay vs. Andrade wurde vom TV-Spartensender ProSieben Maxx live übertragen und erreichte 340.000 Zuschauer. Gemessen an den letzten Einschaltquote für einen Culcay-Kampfe (1,59 Mio.) bei Sat.1 ein enttäuschender Wert.

Welche Optionen sich Jack Culcay nach dem WM-Verlust bieten und wer mögliche Gegner für die Zukunft sind?

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Quelle: 

Imago/Eibner

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