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Deniz Ilbay boxt im Kölner Sartory-Saal

„Wir wollen Köln wieder zu einer Hochburg des Boxens machen“, sagt Deniz Ilbay (18-1-0, 9 K.o.). Am 18. November verteidigt der 22-Jährige seinen Titel der GBU im Weltergewicht – in den Kölner Sartory-Sälen.

Der Kontrahent steht noch nicht fest, doch bei Manager Rainer Gottwald glüht bereits das Telefon. „Der Wunsch-Gegner hatte zwar abgesagt. Es sind aber noch drei Monate Zeit, da wird ein spannender Gegner gefunden werden“, verspricht Trainer und Vater Garip Ilbay. Auch der TV-Partner wird noch gesucht. Garip Ilbay erinnert interessierte Sender gern an die von Sat1 übertragene Boxnacht aus Potsdam im März 2017 – da lieferte sich Deniz Ilbay mit Herausforderer Angelo Frank einen Fight, der von vielen Experten und Journalisten als „Kampf des Jahres“ bezeichnet wurde.

Nostalgiker werden im November in Köln auf ihre Kosten kommen – es soll eine Veranstaltung „wie früher“ werden, als Köln noch als Box-Hochburg galt und der Sartory-Saal als Kultstätte des Faustkampfs. „Am liebsten würden wir auch das Wiegen gegenüber im ‚Klein Köln‘ veranstalten, wie es damals gemacht wurde“, sagt Ilbay Senior. Das ‚Klein Köln‘ wird auch „die Mutter der kölschen Milieu-Kneipen“ genannt. Zu den Hoch-Zeiten des Boxsports in der Domstadt kamen Prominente wie René Weller oder Heiner Lauterbach, um nach dem Kampf zu feiern. Seit 1963 wurde in den Sartory-Sälen geboxt, auch Vitali Klitschko und Regina Halmich ließen hier die Fäuste fliegen.

Deniz Ilbay, der mit Zweitnamen Ralf heißt, ist „ne echt kölsche Jung“, in der Domstadt geboren und aufgewachsen. Die Heimatverbundenheit zeigt er auch im Ring wie sonst kaum ein anderer Boxer: Als Einlauf-Musik für die Halle lässt er meist nicht die üblichen Rock-Hymnen oder Rap abspielen, sondern den Karnevals-Kracher „Viva Colonia“. Ab 14. August geht es für ihn ins Trainingslager zur Sportschule Hennef, dort trainiert er gemeinsam mit den Box-Kollegen vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB), darunter Vincent Feigenbutz. Mit dabei sind auch die Amateure des Deutschen Boxsport-Verbands, die sich auf die Weltmeisterschaft Ende August in Hamburg vorbereiten.

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Foto: Imago/Camera 4

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