News

Falscher Verdacht: Kabayel äußert sich zu Vorwürfen

Links: Agit Kabayel (24), Rechts: Fußballer Kerem Demirbay (23)

 

„SEK stürmt Wohnung von Europameister!“ so betitelten die Bild und weitere Boulevardblätter plakativ das Ereignis eines Brandanschlags auf ein Café in Essen, an dem der Schwergewichtler Agit Kabayel angeblich beteiligt gewesen sein soll. Demnach war auf den Boxer ein Haftbefehl ausgesetzt, der sich in dem Moment der Stürmung des SEKs nicht in seiner Wohnung aufhielt.

Nur wenige Tage später stellte man fest, dass die Anschuldigungen gegen den SES-Fighter zu Unrecht waren, da sich Kabayel zu dem Zeitpunkt, als die Tat erfolgte, bei einem Fußballspiel in München befand und sich die technischen Ermittlungsmaßnahmen als fälschliches Indiz für einen Tatverdacht entpuppten. Somit wurden die Ermittlungen gegen den amtierenden Europameister mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Oliver Ufermann, Anwalt von Kabayel, schildert den Sachzustand folgendermaßen:

"Es stellte sich letztlich so dar, dass mein Mandant lediglich aufgrund einer rein technischen Ermittlungsmaßnahme in das Visier der Ermittlungen geraten ist. Herr Kabayel hat – wie viele andere Personen auch –  mehrere Mobilfunkverträge auf seinen Namen abgeschlossen, die von seiner Familie (Eltern, kleine Schwester) genutzt werden.
Aufgrund der räumlichen Nähe des elterlichen Betriebes zum Tatort haben sich auch diese Rufnummern meines Mandanten in die  mehrere hundert Meter umspannende Funkzelle eingeloggt, in der sich unter anderem das Café  befindet, auf das der Anschlag verübt wurde. Während dessen hielten sich die Eltern und die kleine Schwester selbst in den Räumen des elterlichen Betriebes einige hundert Meter entfernt auf; Herr Kabayel selbst war zu diesem Zeitpunkt nachweisbar in München."

Nachdem am 9. Februar der Aufschrei gegen den frisch gekrönten Box-Europameister immens war, stellte Agit Kabayel nun die irrtümlichen Vorwürfe klar und richtete ein deutliches Appell an die Presse und die Behörden.

„Ich bin das Opfer einer fehlerhaften Handy-Ortungsmaßnahme!“, erklärte Kabayel. „Nun erwarte und wünsche ich, neben der Erstattung der beschädigten Sachgegenstände in meiner Wohnung, auch eine offizielle und öffentliche Entschuldigung der Ermittlungsbehörden, der Polizei bzw. der Staatsanwaltschaft, sowie eine öffentliche Richtigstellung in den Medien, die vorschnell berichtet haben!“

Quelle: 

Imago

Kontakt

Köln.Sport Verlag GmbH
Redaktion BoxSport

Schanzenstraße 36, Geb. 31
51063 Köln
Deutschland

Tel: +49 221 91 27 99 - 0
Fax: +49 221 91 27 99 - 129

E-Mail: redaktion@box-sport.de