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Feigenbutz besiegt Nemesapati nach Punkten

Feigenbutz besiegt Nemesapati nach Punkten

In der Ufgauhalle in Rheinstetten bezwang Supermittelgewichtler Vincent Feigenbutz (26-2-0, 23 K.o.) den Ungarn Norbert Nemesapati (25-6-0, 18 K.o.) mit 118:110, 116:112 und 117:111 nach Punkten. Durch den Sieg verteidigte der 21-jährige Karlsruher seinen IBF-Intercontinental-Titel und unterstrich seine Ambitionen auf eine weitere WM-Chance.

Vor 3000 Zuschauen setzte „Iron Junior“ seinen Kontrahenten oft unter Druck, zeigte sich dabei aber kontrollierter als in den meisten vorherigen Auftritten und baute viele Angriffe hinter einem Jab auf. Nemesapati beschränkte sich aufs Kontern und wurde nur selten gut getroffen, das war allerdings zu wenig, um Feigenbutz und die Jury zu beeindrucken.

Experte Axel Schulz brachte nach dem Kampf ein deutsch-deutsches Duell ins Gespräch: „Jetzt wünsche ich mir ein Duell zwischen Vincent Feigenbutz und Tyron Zeuge. Klar, einer wird verlieren und ich weiß nicht, ob deren Management das Risiko einer Niederlage eingehen würde. Aber anstatt des Risikos sollten die Manager die Chancen sehen, die so ein Gefecht bieten würde. Will man dem Boxsport etwas Gutes tun, dann muss der Kampf her“, sagte Schulz dem Internetportal go4boxing.com.

In dem auf zehn Runden angesetzten Kampf zwischen „Pink Tyson“ Kallia Kourouni (8-1-0, 2 K.o.) und Grecia Nova Mateo (15-26-4, 6 K.o.) aus der Dominikanischen Republik setzte Kourouni ihren WIBF-Titel aufs Spiel. Das wäre beinahe ins Auge gegangen, denn mit  ihrem unsauberen Kampfstil zerstörte Mateo alle Angriffsbemühungen der Griechin. Trotz ihrer Reichweitenvorteile bekam Kourouni den Fight nicht in den Griff. Mateo schlug und clinchte. Dafür gab es in der siebten Runde eine Verwarnung. Unterm Strich setzte Kourouni mehr Treffer und verteidigte knapp, aber verdient ihren Titel.

Auf der Undercard zeigten die Sauerland-Rookies gutes Boxen, allen voran Dennis Radovan und Emir Ahmatovic.

Supermittelgewichtler Radovan (4-0-0, 2 K.o.) bleibt weiter ungeschlagen. In seinem vierten Kampf zeigte der Jungprofi seinem Gegner Francisco Duran (5-8-0, 2 K.o.), woran er und Coach Jürgen Brähmer gearbeitet haben: Athletik, Explosivität und Stabilität. Vor allem vermied der Kölner leichtfertige Treffer. Das bemängelte Brähmer zuletzt bei seinem Schützling. Schon in der ersten Runden schlug der 24-Jährige den überforderten Spanier zu Boden - T.K.o. in Runde eins.

Ulli Wegner reiste aus Berlin mit Emir Ahmatovic und Michael Wallisch an.

Cruisergewichtler Ahmatovic (2-0-0, 1 K.o.) besiegte Mateusz Gatek (5-10-0, 1 K.o.) im Sprint. Der Chemiepokal-Gewinner und Europameisterschafts-Dritte von 2013 zog Gateks Deckung auseinander und schlug in die Lücken. Zweimal klingelte er den Polen schwer an. In der dritten Runde machte der Hesse Schluss.

Schwergewichtler Michael Wallisch (17-0-0, 10 K.o.) wechselte vom SES Boxstall zu Sauerland und gehört nun ebenfalls zu Wegners Trainingsgruppe. Er besiegte den Aachener Andre Bunga (4-9-1, 4 K.o.) klar nach Punkten, obwohl der defensiv gut stand und nur wenige Lücken offenbarte.

Quelle: 

Wolfgang Wycisk

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