Nach einer enttäuschenden Leistung verlor Tyron Zeuge (22-1-1, 12 K.o.) seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht gegen den Engländer Rocky Fielding (27-1, 15 K.o.) durch T.K.o. in der 5. Runde....

Nach der WM-Niederlage von Tyron Zeuge gegen den Briten Rocky Fiedling kam es in Offenburg zu einem schweren Eklat. Dabei attackierte Zeuge-Trainer Jürgen Brähmer den Sauerland-Stall nicht nur mit...

Manny Pacquiao trifft am Samstag, den 14. Juli, auf den Argentinier Lucas Martin Matthysse. Wer von den beiden Box-Oldies die Nase vorn hat und wie der Fight ausgeht, erfahrt ihr in unserem Video...

Knapp vier Monate nach seinem klaren K.o.-Sieg über den Nigerianer Isaac Ekpo will Tyron Zeuge (22-0-1, 12 K.o.) nun auch den Engländer Rocky Fielding  (26-1-0, 14 K.o.) in die Schranken weisen....

Im zweiten Teil des Exklusiv-Interviews mit BOXSPORT (hier geht's zu Teil 1) spricht Ralf Moeller...

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Für 2018 bin ich zuversichtlich!

Regina Halmich BOXSPORT Kolumne

In Ihrer BOXSPORT-Kolumne „Infight“ nimmt Regina Halmich kein Blatt vor den Mund. Lest, was die ehemalige Box-Queen zu sagen hat …

Das Boxjahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Führt man sich die Kämpfe, die den Fans in den zurückliegenden Monaten geboten wurden, noch einmal vor Augen, dann kann man durchaus zufrieden sein.

Unabhängig von den Ergebnissen waren einige dieser Fights echt Weltklasse. Ich denke da zum Beispiel an die Duelle in der World Boxing Super Series zwischen Marco Huck und Oleksandr Usyk, Jürgen Brähmer und Rob Brant sowie den Ausscheidungskampf zwischen Arthur Abraham und Chris Eubank Jr. Auch der WM-Fight Jack Culcay vs. Demetrius Andrade hatte diese Klasse, ganz zu schweigen vom Schwergewichts-Kracher zwischen Wladimir Klitschko und Anthony Joshua.
Ich möchte sogar behaupten, dass 2017 qualitativ eines der besten Boxjahre war.

Warum? Weil ich festgestellt habe, dass bei den Promotern und Matchmakern ein Umdenken stattgefunden hat. Denn Sauerland, Steinforth und Co. riskieren mittlerweile etwas, indem sie auch Niederlagen ihrer Boxer in Kauf nehmen, um mit solchen Duellen nicht zuletzt auch die TV-Partner zu begeistern. Und das ist genau richtig. Zwar sind hierzulande die gegenwärtigen Box-Einschaltquoten noch ausbaufähig, aber auf Dauer wird sich dieser Weg bezahlt machen, da bin ich mir sicher.

Zugegeben, Sport1 als neuer Fernsehpartner von Sauerland spielt nicht in einer Liga mit RTL, Sat.1, dem ZDF oder der ARD. Aber ich sehe darin auch eine Chance, den Boxsport weiter als TV-Sportart zu etablieren. Außerdem erhalten junge Boxer so die Möglichkeit, nach und nach in den Fokus bzw. in die erste Reihe aufzurücken.

Sicher kann man bei einem reinen Sportsender nicht gleich ein großes Millionenpublikum erwarten, zumal auch der Box-Nachwuchs dort eine Plattform erhalten soll, um sich zu präsentieren. Aber ich kann aus eigener Erfahrung berichten: Ich habe am Anfang meiner Karriere auch zunächst bei einem Spartensender geboxt, dem Deutschen Sportfernsehen (DSF). So hatte ich die Chance, mir ein Stammpublikum aufzubauen. Auch deshalb glaube ich, dass der neue Dreijahresvertrag zwischen Sport1 und Sauerland ein Geschenk für unsere Sportart ist. Dies sollten wir nutzen.

Showdown der Youngster

Für das Jahr 2018 bin ich zuversichtlich, dass wir uns auf zahlreiche spannende Duelle mit deutschen Profis freuen können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Duell der „Ring-Legenden“ zwischen Jürgen Brähmer und Arthur Abraham? Oder einem Showdown der Youngster mit Vincent Feigenbutz und Tyron Zeuge? Es gibt sicher noch mehr Kampfpaarungen, für die sich die deutschen Fans begeistern könnten. Hauptsache, wir erhalten das Niveau der Kämpfe.

Noch ein Wort zum Frauenboxen: Wie es dort national weitergeht, steht in den Sternen. Die Beteiligten sollten jedoch zu der Einsicht gelangen, dass Weltmeisterschaften am Fließband gegen drittklassige- Gegnerinnen ein Ende haben müssen. Vielleicht sollte man sich lieber einmal an der internationalen Szene orientieren. Was zum Beispiel in den USA, England oder Mexiko momentan abgeht, ist mehr als erfreulich und zeigt, wie toll Frauenboxen sein kann.

Es bleibt jedenfalls spannend und bietet auch in Zukunft Anlass zur Diskussion. Aber genau das macht es ja so interessant. Der Boxsport bleibt lebendig. Das zählt.

In diesem Sinne, alles Liebe,
eure Regina


Zur Person: Regina Halmich war von 1995 bis 2007 WIBF-Weltmeisterin im Fliegengewicht und lockte bei ihren Fights bis zu 9 Millionen Zuschauer vor die TV-Schirme. Bis heute verfolgt sie den Boxsport intensiv und ist regelmäßig als Expertin und Kommentatorin im Einsatz.

 

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