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Huck chancenlos gegen Briedis

Huck blieb blass und war gegen Briedis chancenlos

Marco Huck (40-4-1, 27 K.o.) unterlag Mairis Briedis (22-0-0, 18 K.o.) aus Lettland einstimmig nach Punkten und verpasste seinen Traum vom WBC-Titel. Der Deutsche fand zu keinem Zeitpunkt in den Kampf. Briedis war beweglicher und konnte einen großen Teil des Kampfes mit dem Jab bestimmen, während Huck zu selten in seine Schlagdistanz fand und seine gefürchteten Schlagsalven vermissen ließ. Die Punktrichter sahen Briedis deutlich vorne (118-109, 117-110, 116-111) und kürten ihn zum neuen Weltmeister nach Version der Verbände WBC und IBO.

Huck zeigte sich anschließend, wie die meisten Experten am Ring auch, ratlos: „Vielleicht war der Druck zu groß“, gestand er bei der Pressekonferenz weit nach Mitternacht ein. „Ich war körperlich robuster, aber ich kam nicht zum Zug. Manchmal gibt es Tage, da klappt nichts. Heute war so ein Tag. Das ist Sport.“ Er werde natürlich weiterboxen, versicherte der 32-Jährige zugleich. „Ich bin ein Krieger und werde zurückkommen und mir wieder einen Titel holen.“ In welcher Gewichtsklasse er demnächst angreifen wolle, ließ Huck zunächst offen. „Das Cruisergewicht ist die derzeit dominierende Gewichtsklasse, im Schwergewicht ist es im Moment sicherlich leichter.“

Der neue WBC-Weltmeister Mairis Briedis musste die Pressekonferenz nach dem Kampf ausfallen lassen. Stattdessen wurde er zur vorsorglichen Untersuchung in ein Krankenhaus gefahren. Nach Kampfende hatte der 32-Jährige über starke Brustschmerzen und Atembeschwerden geklagt. Nach einer ersten Diagnose von Ringarzt Dr. Stephan Bock hatte sich der Lette in der 12. und letzten Runde bei einer Ausweichbewegung die 10. linke Rippe verdreht.

Den WBC- und IBO-WM-Fight im Cruisergewicht haben am späten Samstagabend bis zu 3,43 Millionen Zuschauer bei RTL verfolgt. Der Spitzenwert wurde in der 12. und letzten Runde des Kampfes erzielt. Im Durchschnitt kam die RTL-Übertragung aus der Dortmunder Westfalenhalle auf 3,17 Millionen Zuschauer, der entsprechende Marktanteil lag bei 16,2 Prozent (14-59 Jahre: 13,2 %).

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