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Huck mit neuem Trainer im WM-Camp

Neuer und alter Trainer - Huck mit Urkal (l.) und Wegner

Vor seinem WM-Kampf um den WBC-Gürtel im Cruisergewicht am 1. April gegen den ungeschlagenen Letten Mairis Briedis (21-0-0, 18 K.o.) in der Dortmunder Westfalenhalle sieht sich IBO-Champion Marco Huck (40-3-1, 27 K.o.) bestens vorbereitet. „Ich habe hart trainiert und fühle mich blendend. Mit meinem neuen Trainer Oktay Urkal und vier Sparringspartnern bin ich bis ans Limit gegangen und weiß, dass mich nichts aufhalten kann“, sagte der 32-Jährige am Donnerstag am Rande eines Pressetrainings in Berlin.

„Briedis ist ganz gewiss ein harter Brocken mit einer beeindruckenden K.o.-Quote. Ich rechne deshalb auch nicht damit, dass wir über die volle Distanz gehen. Aber am Ende werde nicht ich am Boden liegen“, so der „Käpt'n“ weiter.

Die verletzte rechte Hand, die er sich während seines letzten Kampfes im November in der 4. Runde gebrochen hatte, sei schon seit rund sechs Wochen wieder belastbar und mittlerweile voll auskuriert. „Ich war noch einmal beim Arzt, der mir bestätigt hat: 'Alles okay‘!“

Huck, der sich während der Vorbereitung in der Abgeschiedenheit des hessischen Braunlage einen Bart hat wachsen lassen („beim Kampf ist der wieder ab“), überlässt vor dem wichtigen Fight nichts dem Zufall.

Erstmals hat er einen Koch engagiert, der ihm drei Mal täglich eine aufs Trainingsprogramm zugeschnittene Mahlzeit zubereitet. Und dann wechselte er im Februar bekanntlich auch den Trainer: der deutsche Olympiamedaillengewinner Oktay Urkal ist der neue Mann, sein Vertrag gilt zunächst bis zum Kampfabend in der Dortmunder Westfalenhalle, für den bereits rund 6.000 Tickets verkauft sind.

Der 47-jährige Urkal und sein 15 Jahre jüngerer Schützling sind alte Bekannte – beide gehörten einst zum Sauerland-Stall. Marco Huck: „Ich bin sehr gut ausgebildet, aber von außen sieht man die Situation natürlich immer besser. Oktay ist boxerisch ebenfalls sehr gut ausgebildet und kann mir zusammen mit meinem Fitness-Coach Varol Vekiloglu eine sehr gute moralische Unterstützung geben.“ Urkal: „Wir kennen uns beide sehr gut und wissen, wie der andere tickt. Aber im Training gibt es keinen Spaß zwischen uns, da geht es hart zur Sache.“

Es gebe schon ein paar Dinge, die er bei ihm verbessern wolle, so Urkal, darüber habe er auch mit Trainerlegende Ulli Wegner gesprochen. Und genau der Mann, den Marco Huck nach eigenen Bekunden wie seinen Vater liebt, war spontan zu dem Medientermin in die Berliner Fight- und Boxakademie „Legends“ gekommen, um das ungewöhnliche Zusammenspiel seiner beiden Ex-Zöglinge zu beobachten. „Marco muss geführt werden“, so der fast 75-Jährige, der bei diesen Worten Marco Huck mahnend in die Augen schaute. „Oktay muss das Training nicht so sehr ausbauen und Neues ausprobieren, sondern das bei Marco stabilisieren, was er kann. Sehr entscheidend ist die Taktik. Ein Kampf, das habe ich jetzt auch Oktay in seiner Funktion als Trainer gesagt, wird aus der Verteidigung heraus gestaltet. Der WM-Kampf wird hochinteressant und schwer, aber Marco wird ihn mit all seinen Qualitäten siegreich beenden.“

Der Status – ob nun Interims-WM oder Kampf um den vakanten Titel – ist indes noch ungewiss und hängt davon ab, wie sich der bisherige WBC-Champion Tony Bellew entscheidet. Nach seinem überraschenden Sieg im Schwergewicht gegen David Haye hat er die Option, in der höchsten Gewichtsklasse zu bleiben – in diesem Fall wäre sein Cruiser-Titel vakant. Kehrt er allerdings in seine angestammte Gewichtsklasse zurück, ist er vom Verband gehalten, gegen den Sieger des dann als Interimsfight geführten Kampfes Huck vs. Briedis anzutreten.

Das WM-Duell, dass unter dem Motto „No Mercy – Keine Gnade“ steht, wird am 1. April live bei RTL ab 22.45 Uhr übertragen.

Quelle: 

Imago/Nordphoto

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