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Huck vs. Briedis: Hitzige Pressekonferenz

Marco Huck mit IBO-Gürtel im Ring

Gut sieben Wochen vor dem Kampf um die Interims-Weltmeisterschaft der WBC im Cruisergewicht am 1. April in der Dortmunder Westfalenhalle trafen IBO-Weltmeister Marco Huck und der bisher ungeschlagene Lette Mairis Briedis gestern erstmals aufeinander. Bei der offiziellen Auftakt-Pressekonferenz zum Vereinigungskampf feuerte der Weltranglistenerste Briedis gleich eine Breitseite gegen den Deutschen und mahnte einen sauberen Kampf an.

„Ich weiß, dass Marco Huck hier sehr beliebt ist. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es im Boxsport Regeln gibt, an die wir uns auch halten sollten. Ich bin ein sehr sauberer Boxer, ein Gentleman. Jeder weiß, dass Marco nicht immer sauber kämpft. Und ich weiß auch, dass er ein wahrer Krieger ist, der um jeden Preis gewinnen möchte. Mein Deal ist: Ich wünsche mir einen sauberen Kampf, doch wenn Marco dreckig boxt und der Kampfrichter nicht eingreift, muss ich zehn Mal dreckiger boxen. Ich erinnere nur an den Clinch zwischen Mike Tyson und Evander Holyfield und verspreche, dass ich Marco, wenn er unsauber boxt, gleich das ganze Ohr abbeißen werde.“

Und dann schickte Briedis noch eine Warnung hinterher: „Mein Spitzname im Trainingscamp ist‚ der Traumatologe‘.Wenn meine Sparringspartner gegen mich kämpfen, gehen sie fast immer mit Verletzungen aus dem Ring. Ich bin dann sozusagen ihr Doktor, der ihre Traumata herbeiführt und behandeln muss.“

Der 32-Jährige Lette ist in 21 Profikämpfen noch ungeschlagen. Dabei weist er mit 18 Knockouts eine eindrucksvolle K.o.-Quote von 86 Prozent auf. Im August 2015 schickte Briedis in Grosny auch den Kölner Manuel Charr eindrucksvoll auf die Bretter.

IBO-Weltmeister Marco Huck, hinter Briedis Zweiter in der WBC-Weltrangliste, blieb angesichts der Vorwürfe gegen ihn cool. „Ich bin ein sehr gelassener Boxer. Ich gehe aber auch nicht in den Ring, um Schach zu spielen, sondern um mit meiner körperlichen Robustheit zu gewinnen. Dieser Kampf wird auf allerhöchstem Niveau sein. Wir werden beide bis zur letzten Sekunden kämpfen, um zu zeigen, wer der Bessere ist. Ich will den WBC-Gürtel um jeden Preis gewinnen. Ich weiß, wenn ich gut trainiert bin, dann kann mich keiner auf der Welt schlagen, außer ich mich selber. Ich werde gewinnen, davon bin ich überzeugt.“

Huck kämpft in diesem Fight um den Interims-WBC-Titel, der dadurch zurück in die Weltspitze des Cruisergewichts gelangen möchte. In den vergangenen Wochen hat sich der Champion im marokkanischen Agadir vor allem Kondition geholt.

Auch die rechte Schlaghand, die er sich bei seinem letzten Kampf im November gebrochen hatte, sei mittlerweile wieder voll belastbar, so der 32-Jährige, der die Gelegenheit auch nutzte, um eine Liebeserklärung ans Boxen zu machen. Wenn ich noch einmal geboren werde und mir eine Sportart aussuchen könnte, würde ich immer wieder Profiboxer werden. Ich liebe diese Sportart.“

Bisher weist Marco Huck bei 44 Profikämpfen einen Rekord von 40 Siegen (27 K.o.), ein Unentschieden und drei Niederlagen vor.

Nur wenige Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs sind 1.500 Tickets für die Westfalenhalle verkauft. RTL überträgt den Interims-Kampf zwischen Huck und Briedis am 1. April live ab 22:30 Uhr.

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