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Huck vs. Usyk: So tippen die Experten

Die Spannung auf die Premiere der „World Boxing Super Series“ am Samstag in der Berliner Max-Schmeling-Halle steigt. Das erste Viertelfinale im Cruisergewicht steht an. Der Berliner Ex-Champion Marco Huck (40-4-1, 27 K.o.) trifft auf den ungeschlagenen WBO-Weltmeister und Top-Favoriten Oleksandr Usyk (12-0-0, 10 K.o.) aus der Ukraine. Wer zieht ins Halbfinale ein? Hier sagen Experten und Mitkonkurrenten, wie sie das erste Duell um die „Muhammad Ali Trophy“ einschätzen.

Ulli Wegner (Ex-Trainer von Marco Huck):
„Wenn Marco mit dem Rücken zur Wand war, hat er immer noch seine besten Leistungen gezeigt. Wer sagt, dass es dieses Mal anders sein soll? Ich finde es zwar sehr schade, dass ich an diesem Abend nicht in seiner Ecke stehen darf, drücke ihm aber in der ersten Reihe ganz fest die Daumen. Wenn Marco sein volles Potenzial abruft, kann er Usyk schlagen. Das Schöne für den Jungen ist, dass der Kampf hier in Berlin stattfindet – hier ist er Zuhause. Daher rufe ich alle Berliner dazu auf, am 9. September in die Max-Schmeling-Halle zu kommen und Marco zu unterstützen.“

Jürgen Brähmer (Teilnehmer der WBSS im Supermittelgewicht):
„Eine Vorhersage fällt schwer, da viele Faktoren zu berücksichtigen sind - unter anderem, ob die Vorbereitung von Marco optimal gelaufen ist. Die boxerische Qualität eines Usyk liegt auf der Hand. Als Amateur hat er alles gewonnen. Als Profi wurde er schon in seinem zehnten Kampf Weltmeister. Das ist schon beeindruckend. Aber Marco sollte man nicht unterschätzen. Er ist immer für eine Überraschung gut und hat schon so manchem Gegner seinen Stil aufgezwungen und ihn damit aus seinem boxerischen Konzept gebracht. Marco muss allerdings deutlich mutiger agieren als gegen Briedis, um den Kampf zu gewinnen.“

Noel Gevor (Ersatzkämpfer am 9. September für Huck/Usyk):
„Usyk ist sicherlich der bessere Techniker. Er hat eine sehr gute Beinarbeit, ist zudem sehr schnell und unbequem zu boxen, da er Rechtsausleger ist. Seine Erfolge sprechen für sich. Marco Hucks Stärke ist seine Unberechenbarkeit. Er hat nicht die beste Boxschule, dafür aber enorm viel Erfahrung in seiner Profilaufbahn sammeln können. Er hat eine starke Physis und hat ein ordentliches Pfund in beiden Fäusten. Das wird auf jeden Fall ein sehr spannender Kampf.“

Yunier Dorticos (WBA-Weltmeister und Teilnehmer der WBSS im Cruisergewicht): 
„Usyk hat olympisches Gold gewonnen, aber Huck hat historisches im Cruisergewicht geleistet. Usyk ist als Weltmeister der Favorit, doch wenn Huck es schafft, seine Bestform abzurufen, wird es ein Duell auf Augenhöhe. Möge der bessere Mann gewinnen.“

Dmitry Kudryashov (Teilnehmer der WBSS im Cruisergewicht):
„Ich denke, dass Usyk diesen Schlagabtausch für sich entscheiden wird. Nichtsdestotrotz können sich die Zuschauer auf einen spektakulären Kampf freuen, denn Hucks Kämpfe sind immer sehr unterhaltsam.“

Mairis Briedis (WBC-Weltmeister und Teilnehmer der WBSS im Cruisergewicht):
„Falls es Marco Huck irgendwie gelingt, den 'alten' Huck wieder auszugraben, dann hat er gute Chancen Usyk zu schlagen. Bei den Wettanbietern ist Usyk der klare Favorit, doch ich bin mir da nicht so sicher. Ein Huck in Bestform könnte es Usyk mit seiner unsauberen Kampfweise sehr schwer machen.“

Der Fight zwischen Marco Huck und Oleksandr Usyk wird am Samstag live ab 22.15 Uhr bei Sat.1 übertragen.

Quelle: 

Foto: Imago/Nobert Schmidt

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