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Joshua: „Ich kann gegen Pulev auch in den Krieg ziehen“

Anthony Joshua und Kubrat Pulev im Principality Stadium in Cardiff

Die Zeit nach Wladimir Klitschko beginnt am 28. Oktober. An diesem Tag verteidigt Anthony Joshua (19-0-0, 19 K.o.) erstmals die WM-Gürtel der WBA und IBF. Im 80.000 Zuschauer fassenden Principality Stadium in Cardiff trifft die Nummer 1 im Schwergewicht auf Pflichtherausforderer Kubrat Pulev (25-1-0, 13 K.o.). Am Montag trafen sich die beiden „schweren Jungs“ zu einer ersten Pressekonferenz am kommenden Ort des Geschehens, in der walisischen Hauptstadt.

„Ich freue mich endlich wieder in den Ring zu steigen. Ich will zeigen, dass ich zu Recht die Zukunft und Gegenwart des Schwergewichts bin“, stellte Titelverteidiger Joshua klar. Der 26-jährige Engländer gilt seit seinem Sieg über Wladimir Klitschko (T.K.o. 11. Runde) als legitimer Nachfolger des Ukrainers an der Spitze der „Königsklasse“.

An diesem Thron will Kubrat Pulev allerdings gehörig wackeln. Pulev: „Ich fühle mich großartig, ich fühle mich bereit, ich platze gar vor Energie. Joshua hat Klitschko beeindruckend geschlagen, doch der Kampf hätte auch anders ausgehen können. Er ist ein hochtalentierter Boxer, doch nicht ohne Schwächen.“ Bereits seit Ende Juli befindet sich der 36-jährige Schützling von Ulli Wegner im Grundlagentraining und hat vor zwei Wochen die boxspezifische Vorbereitung im Berliner Max-Schmeling-Gym aufgenommen.

Der Titelverteidiger gab im Übrigen zu, nicht perfekt zu sein. Joshua: „Ich werde euch allen zeigen, dass ich mich seit dem Klitschko-Fight verbessert habe. Wenn Pulev es zulässt, werde ich es leicht aussehen lassen – doch wenn er es drauf anlegt, kann ich gegen ihn auch in den Krieg ziehen. Es geht nicht darum, was du bisher geschafft hast, sondern was du noch vollbringen kannst.“ Sein Trainer Rob McCracken bestätigte derweil, dass man noch in dieser Woche mit dem Sparring beginnen wird.

Pulevs Coach Ulli Wegner unternahm schließlich noch den Versuch, das gegnerische Lager aus der Reserve zu locken. „England hat so viele Weltmeister im Boxen. Weder Deutschland, noch Bulgarien können da aktuell mithalten. Dagegen müssen und werden wir etwas tun“, stichelte die 75-jährige Trainerlegende und sorgte damit für einige amüsierte Gesichter. Man darf gespannt sein, wer am 28. Oktober zuletzt lacht.

Der Vorverkauf für das WM-Duell läuft bereits auf Hochtouren. Laut englischen Medienberichten wurden bereits 70.000 Tickets für den Fight verkauft.

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Foto: GettyImages

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