News

Jürgen Kyas: „Wu hat alles blockiert“

Im BOXSPORT-Interview redet DBV-Boss Jürgen Kyas – zugleich Spitzenfunktionär der AIBA – über die Heim-WM in Hamburg, die Zukunft des Amateurboxens und die Machenschaften des zurückgetretenen AIBA-Präsidenten Wu.

Herr Kyas, Sie wurden auf dem Kongress des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) im Oktober als Präsident bestätigt und bestreiten nun Ihre dritte Amtszeit. Wie verlief Ihre Wiederwahl?

Mich hat es überrascht, dass sich plötzlich am Tag der Wahl Uwe Hamann, der damalige DBV-Vizepräsident (und Präsident des Landesverbands Baden-Württemberg; Anm. d. Red.) outete und erklärte: „Ich trete gegen dich an.“ Ich besitze ein großes Demokratie-Verständnis, und es gibt das Recht, zu kandidieren. Mich hat jedoch erschüttert, dass man im Vorfeld solche Pläne mir gegenüber nicht offen geäußert hat. Die Mannschaft um Uwe Hamann hat nachweislich versucht, mit äußerst unfairen Mitteln auf Stimmenfang zu gehen – dies reichte bis zur üblen Nachrede hinter meinem Rücken. Doch am Ende bin ich auch damit fertig geworden.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Mir ist es ein dringliches Anliegen, die Wissenschaft künftig verstärkt in die Trainingslehre einzubeziehen. Es gibt zum Beispiel die sogenannte Trainingsdaten-Dokumentation, auf die ich ganz besonders großen Wert lege. Schließlich gehen wir mit strammen Schritten auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu.

Was verbirgt sich dahinter?

Es handelt sich im erweiterten Sinne um einen Arbeitsnachweis. Dieser soll aber nicht als Kontrolle verstanden werden, sondern vielmehr dazu dienen, die Leistungen unserer Athleten noch besser protokollieren zu können. Ziel ist es zu erkennen, wo Trainingsdefizite liegen und in welchen Bereichen man verstärkt ansetzen muss. Damit wollen wir den Formverlauf eines Boxers optimal steuern, sodass er am Tag X seinen Leistungshöhepunkt erreicht. Alle diese Dinge werden jetzt im DBV massiv angegangen, um bessere Ergebnisse zu erzielen, als wir sie in der Vergangenheit erreicht haben.

Gibt es Versäumnisse der letzten Jahre, die Sie gerne aufarbeiten möchten?

Versäumnisse gibt es immer. Ich nenne nur ein Beispiel: Die finanzielle Situation des DBV war prekär, als ich den Verband 2009 als Präsident übernommen habe. Das führte dazu, dass man nicht wie gewünscht arbeiten konnte. Darunter haben der Sport und damit auch die Leistungsfähigkeit gelitten. Ohne die nötigen finanziellen Mittel ist es schwierig, im Konzert der Weltspitze mitzumachen. Mittlerweile ist die Entwicklung im Finanzbereich des DBV so, dass die Maßnahmen, die wir bis 2020 und darüber hinaus planen, umsetzbar sind. Die Situation als solche hat sich seit meinem Amtsantritt erheblich verbessert...

Das gesamte Interview mit Jürgen Kyas und vieles mehr finden Sie in der neuen BOXSPORT-Ausgabe 01-02/2018 - ab Mittwoch am Kiosk!

Quelle: 

Foto: Facebook/Asian Boxing Confederation

Kontakt

Köln.Sport Verlag GmbH
Redaktion BoxSport

Schanzenstraße 36, Geb. 31
51063 Köln
Deutschland

Tel: +49 221 91 27 99 - 0
Fax: +49 221 91 27 99 - 129

E-Mail: redaktion@box-sport.de