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Klitschko über Rücktritt: „Hätte mich selbst betrogen“

Wladimir Klitschko Rücktritt Interview

In einem Interview hat Wladimir Klitschko Einblicke in den langwierigen Entscheidungsprozess gewährt, seine Karriere im Ring zu beenden.

Der frühere Schwergewichts-Champ hatte fast drei Monate mit sich gerungen, ehe feststand, dass er nicht mehr zu einem Rückkampf gegen Anthony Joshua antreten wird. Dieser war im November dieses Jahres geplant. Am 29. April hatte „Dr. Steelhammer“ in einem epischen Kampf gegen den Briten durch Technischen K.o. in der 11. Runde verloren. 

„Mein Plan war: Ich gewinne – und trete zurück. Ich war besessen davon, diesen Kampf zu gewinnen“, berichtet Klitschko gegenüber der „Bild“-Zeitung. Er habe 100 Gründe gefunden, weiterzumachen – „und 100 Gründe, aufzuhören“.

„In der Zeit der Entscheidung ist ein Teil von mir gestorben“, so der 41-jährige Ukrainer weiter. Am Ende habe er sich aus dem Bauch heraus entschieden. „Auch weil ich gemerkt habe, dass meine Motivation in einem anderen Bereich liegt.“ Selbst die 20 Millionen, die er für den Rückkampf bekommen hätte, konnten ihn nicht umstimmen. Klitschko: „Wenn ich nur für Geld weitergemacht hätte, hätte ich mich selbst betrogen.“

Außerdem verriet er in dem Interview, 2009 schon einmal vor dem Karriere-Aus gestanden zu haben. Damals riss Klitschko sich bei seinem Sieg gegen Ruslan Chagaev (T.K.o. 9. Runde) den langen Bizeps auf der linken Seite.

Danach habe er zu früh wieder mit dem Training begonnen, worauf der Muskel erneut riss und eine weitere Operation folgte. „Der Arzt sagte: ,Ich habe das gerade noch so hinbekommen. Aber wenn du nicht vorsichtig bist und er noch mal abreißt, dann war es das'.“

Quelle: 

Imago/Eibner Europa

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