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Klitschko vs. Joshua: „Erfahrung kann man sich nicht kaufen“

Anthony Joshua und Wladimir Klitschko promoten ihren WM-Fight am 29. April

Entspannt, zielgerichtet und hochmotiviert hat sich Waldimir Klitschko bei einer Pressekonferenz im legendären New Yorker Madison Square Garden vor seinem WM-Fight gegen Anthony Joshua am 29. April in London (live bei RTL) präsentiert.

„Dieser Kampf ist so anziehend, weil er viele Fragen aufwirft“, erklärte der Ex-Champion die Faszination des Generationen-Duells mit dem 14 Jahre jüngeren IBF-Champion im Wembley-Stadion: „Kommt der Fight für Joshua zu früh, kommt er für mich zu spät. All das wird am 29. April beantwortet." Wenn Klitschko in London in den Ring steigt, wird er 41 Jahre alt sein und bereits zum 29. Mal um einen WM-Gürtel kämpfen (Rekord im Schwergewicht). Joshua bestreitet dagegen erst seinen 19. Profi-Kampf überhaupt.

„Ich fühle mich nicht wie 40, ich glaube, ich bin irgendwo bei 27 stehen geblieben“, witzelte 'Dr. Steelhammer' im RTL-Interview. Sein Alter könne gegen den aufstrebenden Engländer sogar ein Vorteil sein. „Erfahrung kann man sich nicht kaufen.“

Der Kampf in Wembley wird allerdings auch für den Ring-Veteranen aus der Ukraine etwas ganz Besonderes. „Ich habe schon auf Schalke vor 61.000 im Ring gestanden, aber vor 90.000 habe auch ich noch nicht geboxt“, so Klitschko. Dass die Mehrheit der Zuschauer gegen ihn sein werde, empfinde er „eher als Vorteil, denn als Nachteil".

Joshua setzt dagegen auf den Heimvorteil. „Wenn man zum Ring läuft und 90.000 brüllen und feuern an, dann pumpt das einen richtig auf“, betonte der 27-Jährige: „Das wird eine massive Wirkung haben, gerade weil es in Großbritannien ist, wo ich geboren und aufgewachsen bin. So viele Leute werden kommen, um mich zu unterstützen. Diese Energie-Welle, die mich da erfassen wird – das wird klasse.“

Der Box-Darling der Briten verriet auch, was nötig sei, um seinen weitaus erfahreneren Kontrahenten zu besiegen. „Ich muss anpassungsfähig sein. In einem Kampf, der auf zwölf Runden angesetzt ist, kann man nicht eindimensional boxen. Ich werde sehen, was er versucht, und mich anpassen.“  
 

Quelle: 

RTL.de / Foto: GettyImages

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