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Krasniqi: Cleverly unterschätzt mich

Robin Krasniqi will am 16. März auch als Weltmeister jubeln
Robin Krasniqi will am 16. März auch als Weltmeister jubeln

 

Magdeburg - Die heiße Vorbereitungsphase beginnt: Boxprofi Robin Krasniqi steht in seinem 40. Kampf vor seiner bislang größten Herausforderung. Am 16. März trifft er in London in seinem ersten WM-Fight auf WBO-Titelverteidiger Nathan Cleverly. BoxSport sprach exklusiv mit dem 25-jährigen Halbschwergewichtler.

BoxSport: Sie sind vor gut drei Jahren beim Magdeburger SES-Boxstall eingestiegen. Jetzt boxen Sie zum ersten Mal um die WM. Haben sich ihre Erwartungen erfüllt?

Robin Krasniqi: „Hundertprozentig. Ich bin zu Ulf Steinforth nach Magdeburg gegangen, weil ich gespürt habe, dass in München meine Entwicklung stagniert. Mit Dirk Dzemski habe ich einen Trainer in Magdeburg gefunden, der mich in meiner Entwicklung weiter gebracht hat. Bei SES bin ich Europameister geworden und bereite mich jetzt auf meinen ersten WM-Kampf vor.“

BoxSport: Wie verläuft die Vorbereitung?

Krasniqi: „Ich habe so hart trainiert wie noch nie in meinem Leben. Mein Konditionstrainer Alfred Segerer in München ist bei der Bundeswehr und hat extra für mich seinen Urlaub genommen, um mich bestens konditionell auf den Kampf vorzubereiten. Wir sind jeden Tag in die Berge gefahren zum Skilanglauf oder zum Crosslauf. Kraft haben wir im Fitness-Studio gemacht. Ab 1. Februar bin ich dann in Magdeburg zum Technik-Training und zum Sparring.“

BoxSport: Werden Sie bei dem Gedanken an den WM-Kampf unruhig?

Krasniqi: „ Nein. Mich hat eine unglaubliche Freude ergriffen. Ich trainiere wie ein Verrückter. Ich will den Kampf unbedingt gewinnen und den Gürtel mit nach Deutschland bringen.“

BoxSport: Schreckt Sie nicht die Tatsache, dass Sie in England gegen einen Engländer antreten müssen?

Krasniqi: „Ich bin bis in die Haarwurzeln motiviert. Ich würde natürlich sehr gern in Deutschland boxen. Aber Cleverly hat als Titelverteidiger das Vorrecht. Also trete ich gegen ihn in seiner Heimat an, um den Titel mit in meine Heimat nach München zu nehmen.“

BoxSport: Wie gut kennen Sie Cleverly?

Krasniqi: „Nur vom Video. Ich habe mich jedoch über ihn ziemlich sachkundig gemacht. Cleverly und sein Management haben mich geärgert, indem sie mir ausgewichen sind. Ich hatte mir das Recht als Herausforderer schon lange erkämpft. Aber der Engländer hat mich auf die Nudel geschoben, wie man so schön sagt. Erst durch ein Machtwort der WBO kam der Kampf für den 16. März zustande. Die WBO hatte nämlich festgelegt, dass Cleverly gegen mich bis zum 31. März 2013 antreten muss.“

BoxSport: Was wäre passiert, wenn er nicht angetreten wäre?

Krasniqi: „ Dann hätte er wahrscheinlich seinen Titel niederlegen müssen.“

BoxSport: Was wissen Sie noch über Nathan Cleverly?

Krasniqi: „Ich weiß, dass er ein sehr guter Boxer ist. Man wird ja nicht so einfach Weltmeister. Ich weiß aber auch, wie ich ihn bezwingen kann. Cleverly provoziert gern vor einem Kampf. Ich werde mich nicht aus der Reserve locken lassen. Ich konzentriere mich ganz auf den Kampf und seine Aktionen im Ring. Ich glaube er und seine Management unterschätzen mich sehr. Genau darin aber sehe ich meine Chance, den cleveren Cleverly zu besiegen."

Lesen Sie die große Story über den Magdeburger SES-Stall in der Februar-Ausgabe des BoxSport! Denn neben Robin Krasniqi kämpfen auch Robert Stieglitz und Ramona Kühne im März wieder um die Weltmeister-Krone, auch Jan Zaveck und Lukas Konecny nehmen einen neuen Anlauf auf den WM-Thron. Mit Francesco Pianeta steht zudem ein vielversprechendes Talent bereit. BoxSport - Ab sofort am Kiosk!

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