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Leon Bauer: „Jetzt lege ich erst richtig los“

Leon Bauer (11-0-0, 8 K.o.), Sauerlands „Next German Wunderkind“ im Profiboxen, muss am 8. Juli seine IBF-Junioren-Weltmeisterschaft gegen Abdallah Paziwapazi (17-5-0, 8 K.o.) aus Tansania verteidigen. Die Veranstaltung in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen war eigentlich für den 15. Juli geplant, muss aber aus TV-relevanten Gründen auf den 8. Juli vorgezogen werden.

Der 1,84 Meter große Paziwapazi aus der Hauptstadt Dar-Es-Salaam will Bauer den Titel wegschnappen. „Ich mache nicht den langen Weg nach Europa, um hier wieder zu verlieren. Ich werde mir den Titel holen und ganz Tansania wird mich feiern“, so die Kampfansage des 24-Jährigen. Bauer kann darüber nur schmunzeln: „Gut, dass der Kampf eine Woche eher stattfindet. Ich freue mich nämlich jetzt schon darauf, ihn mit einer Niederlage nach Hause zu schicken.“

Sauerland-Geschäftsführer Frederick Ness: „Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen bedanken, die es ermöglicht haben, dass wir den Kampfabend mit Leon Bauer verschieben konnten. Wir freuen uns auf einen tollen Kampfabend und die unvergleichliche Atmosphäre in Ludwigshafen.“

Auf seine zweite Titelverteidigung konnte sich der 18-jährige Pfälzer noch besser vorbereiten. Denn: Der ungeschlagene Youngster aus dem Sauerland-Stall hat seit ein paar Wochen sein Abitur in der Tasche. „Jetzt lege ich erst richtig los“, verspricht Bauer. Bereits mit 16 Jahren durfte er mit einer Sondergenehmigung als Profi starten. Im letzten Jahr holte er sich die Junioren-WM der IBF im Supermittelgewicht. Jetzt hat er dazu noch das Fachabitur in der Tasche. Allerdings wird der „Löwe aus der Pfalz“ vorerst nicht studieren. „Boxen ist meine Leidenschaft. Ich habe ein klares Ziel, ich will jüngster deutscher Weltmeister aller Zeiten werden“, sagt Bauer, der sich über die zusätzliche Zeit nach bestandenem Abi freut. „Jetzt kann ich noch mehr trainieren.“

Sein Tagesplan: Bauer steht um 6 Uhr auf, geht Schwimmen oder Laufen - dann folgen bis zu drei Trainingseinheiten.Sein Vater und Trainer, Bernd Bauer muss ihn oft bremsen. „Er würde am liebsten durchtrainieren“, sagt der stolze Vater. Und fügt hinzu: „Wir haben aber Zeit und einen Plan, damit Leon an die Weltspitze kommt.“ Frederick Ness ergänzt: „Leon und seine Familie haben eine sehr professionelle Einstellung. Da passt alles. Wir hingegen werden keinerlei Druck ausüben. Leon soll sich entwickeln und Spaß am Boxen haben.“

Den Spaß will Gegner Abdallah Paziwapazi Bauer am 8. Juli allerdings gründlich verderben. „Es wird nicht lustig für ihn. Mehr möchte ich nicht sagen. Ich werde mir seinen Titel und seine Träume holen“, sagt der Afrikaner.

Quelle: 

Imago/Marianne Müller

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