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Marco Huck: „Für Deutschland hole ich den Titel!“

Wenn am 9. September in der Berliner Max-Schmeling-Halle der Startschuss zur „World Boxing Super Series“ (WBSS) fällt, will Marco Huck (40-4-1, 27 K.o.) dem großen Favoriten im Viertelfinale ein Bein stellen. Oleksandr Usyk (12-0-0, 10 K.o.) ist amtierender Weltmeister der WBO und Top-Favorit auf den Gewinn der „Muhammad Ali Trophy“.

Huck darf jedoch in seiner Wahlheimat Berlin boxen. Ein Heimvorteil? Huck: „Es ist zwar sehr schön in Berlin zu kämpfen, doch ich würde ihn auch auf dem Mond boxen.“ Dann legte der einzige deutsche Teilnehmer im Cruisergewicht nach. „Zunächst sollte der Kampf in Kiew stattfinden, doch Usyk verkauft doch keine zwei Karten.“ Andererseits hatte der Ukrainer seine Fans abstimmen lassen, wen er sich von den vier „Ungesetzten“ auf der Draft-Gala in Monaco auswählen sollte. Die Wahl fiel bekanntlich auf Huck, der sagt trocken: „Darauf hatte ich doch gehofft.“

Für den deutschen Ex-Champ geht es nicht nur um den Einzug ins Halbfinale der WBSS und um den WM-Titel. Huck: „Die WBO wird mich zudem nach dem Sieg zum Super-Champion ernennen.“ Drei große Ziele also für den 32-Jährigen, der sich knapp zwei Wochen vor dem Kampf nicht nur verbal, sondern auch in körperlicher Topform präsentiert. Nach einem zweiwöchigen Trainingslager in Tirol, zog sich Marco Huck in ein abgeschiedenes Berliner Gym zurück. Huck: „Dort kann mich nichts vom Training, das sehr intensiv ist, ablenken. Ich bin voll auf Usyk fokussiert.“

Trainiert wird er dort von Conny Mittermeier, der ihn bereits 2016, auf den Kampf gegen Ola Afolabi vorbereitete. Mittermeier: „Marco ist jetzt schon in sehr guter Form, hat fast sein Kampfgewicht - und ist, auch weil alle sagen, dass er der krasse Außenseiter sei, bis in die Haarspitzen motiviert.“ Der Coach, der u.a. auch schon Supermittelgewichts-Weltmeister Tyron Zeuge vom Team Sauerland in Form brachte: „Ich glaube an einen vorzeitigen Sieg von Marco. Das wird kein taktisches Geplänkel geben.“

Auch Huck verspricht einen dramatischen Kampf: „Wenn ich boxe, ist immer etwas los. Es wird nie langweilig, sondern spektakulär! Das verspreche ich meinen Fans - und für Deutschland hole ich den Titel!“

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Foto: Imago/Nobert Schmidt

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