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Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer wird nach jahrelanger Zusammenarbeit seinen Boxstall Sauerland-Event (SE) verlassen. Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Als Gründe werden „mangelnde Kommunikation,...

Am kommenden Samstag den 21. April steigt im größten Hotel Deutschlands, dem Estrel Berlin, eine SES-Boxgala. In den Hauptkämpfen stehen Schwergewichts-Europameister Agit Kabayel (17-0-0, 12 K.o...

Mittelgewichts-Weltmeister Gennady Golovkin (37-0-1, 33 K.o.) hat einen Ersatzgegner für den ausgefallenen Fight gegen Saul „Canelo“ Alvarez. Golovkin trifft auf den ehemaligen WM-Herausforderer...

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Mythos „Pound for Pound“

Pound for Pound – ein Begriff aus dem Boxen, den ein wahrer Mythos umgibt. Es ist die Suche nach der ultimativen Nummer eins. Eine Suche, die für alle Sportarten und für jeden Wettkampf von immenser Bedeutung ist. In den meisten Teamsportarten ist es der Spitzenreiter am Ende einer Saison oder der Gewinner eines wichtigen Turniers. Doch im Boxsport ist diese Position deutlich schwerer zu füllen. Es können sogar Jahre vergehen, in denen es keine klare Nummer eins im Ring gibt, weil die vermeintlich Besten eines Limits nur selten gegeneinander antreten.

Durch die Existenz von insgesamt 17 Gewichtsklassen gestaltet sich die Suche nach dem besten Boxer der Welt, unabhängig von seinem Limit, sogar noch schwieriger. Schließlich würde ein Federgewichtler aufgrund physischer Nachteile wohl kaum eine Chance gegen einen Schwergewichtler haben. Es ist daher eine legendäre Auszeichnung, die seit vielen Jahren zu den beliebtesten Themen unter Experten, Fans und Journalisten zählt – und die regelmäßig für viel Gesprächsstoff sorgt, da sie zwangsläufig mit einer subjektiven Betrachtung einhergeht.

Woher der Begriff Pound for Pound (P4P) überhaupt stammt, ist unklar. Eine weitverbreitete Meinung ist jene des US-Magazins „The Ring“: „Vor über 70 Jahren wurde der Begriff für Sugar Ray Robinson erfunden. Er sollte seine besondere Überlegenheit im Ring betonen. Denn egal wie gut der legendäre Champion im Welter- und Mittelgewicht auch war, er konnte niemals Weltmeister im Schwergewicht werden.“ Daher wurden körperliche Attribute aus den Überlegungen gestrichen – und Robinson, der lange Zeit im Schatten der großen Popularität von Schwergewichts-Champ Joe Louis stand, aufgrund seiner überragenden boxerischen Qualitäten mit dieser ultimativen Auszeichnung gewürdigt.

Allerdings wurde der Begriff P4P schon deutlich vor Robinsons Zeit verwendet, auch wenn er nicht dieselbe Gewichtung hatte. ­Bereits 1909 schrieb die US-Zeitung „­Tacoma Times“ über Jim Jeffries, Ex-Weltmeister im Schwergewicht: „Obwohl er so groß ist, gehört Jeffries zu den schnellsten Boxern Pound for Pound.“ Und es gibt weitere Bei­spiele aus dem frühen 20. Jahrhundert. So bezeichnete Promoter ­Humbert J. Fugazy den Halbschwergewichtler Leo Lomski 1928 als „den besten Boxer der Welt Pound for Pound“. Nur ein Jahr später schrieb „Munsey’s Magazine“, dass der Brite Bob Fitzsimmons, ehemaliger Champion im Mittel-, Halbschwer- und Schwergewicht, „ohne Frage der beste Fighter Pound for Pound in der Geschichte“ sei.

Wirklich „salonfähig“ ­wurde der Begriff jedoch tatsächlich erst durch Robinson, dessen ­Anmut und schlicht herausragendes „Skillset“ im Ring jeden seiner ­Beobachter staunen und die meisten seiner Gegner verzweifeln ließ. Er wurde ein Wegbereiter für weitere Boxer, die im Schatten großer Schwergewichtslegenden standen, doch durch die Einstufung P4P selbst zu größeren Stars wurden.

Text: Benjamin Stroka

Einen zweiten Ausschnitt der Story „Pound for Pound“ lesen Sie morgen. Die gesamte Story, inklusive Ranking, finden Sie in der neuen BOXSPORT-Ausgabe 06/18 - ab Mittwoch am Kiosk.

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