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Neue Chance für Noel Gevor

Noel Gevor will gegen Isiah Thomas zurück in die Erfolgsspur

Die World Boxing Super Series (WBSS) startet am 9. September in Berlin. An diesem Tag steht die Max-Schmeling-Halle im Fokus. Hier will Marco Huck gegen den derzeit besten Cruisergewichtler der Welt, den Ukrainer Oleksandr Usyk, den ersten Schritt in Richtung Gewinn der „Muhammad Ali Trophy“ machen. Doch der Berliner ist nicht der einzige Deutsche, der an diesem Abend in den Ring steigen wird: Noel Gevor (22-1-0, 10 K.o.) aus dem Sauerland-Stall wird sich ebenfalls einer großen Herausforderung stellen. Der 26-jährige Hamburger bekommt es mit dem US-Amerikaner Isiah Thomas (15-1-0, 6 K.o.) zu tun.

„Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit mich im Rahmen des wohl größten Boxturniers aller Zeiten zu beweisen“, freut sich Gevor. Obwohl der Schützling und Stiefsohn des einstigen Europameisters Khoren Gevor nicht im Hauptkampf steht, bereitet er sich trotzdem schon seit einigen Wochen auf das Duell mit Thomas vor. Kein Wunder, denn Gevor ist Ersatzmann für Huck beziehungsweise Usyk. „Natürlich wünscht man niemandem eine Verletzung, doch falls nötig, stehe ich sofort bereit. Muhammad Ali ist das Idol eines jeden Boxers. Falls ich die Chance bekomme, die Trophäe mit dem Namen des „Größten aller Zeiten“ zu gewinnen, werde ich sie auf jeden Fall nutzen.“

Zuletzt musste sich Gevor Mitte Mai in einem engen Gefecht dem Polen Krzysztof Wlodarczyk geschlagen geben. Mit einem Sieg über den ehemaligen WBC- und IBF-Weltmeister hätte sich der gebürtige Armenier einen direkten Startplatz im mit 50 Millionen Dollar notierten Turnier verdient. „Das war mein bisher stärkster Gegner und ich war in den Anfangsrunden eventuell ein wenig zu vorsichtig und zurückhaltend“, sagt Gevor. „Dazu fand der Kampf im Ausland statt. Obwohl so viel gegen mich sprach, war es auf den Punktzetteln eine enge Geschichte und im Endeffekt war ich in den Augen vieler Boxexperten der eigentliche Sieger.“

Diese Erfahrung kann Gevor jetzt gegen den 28-jährigen Isiah Thomas in die Waagschale werfen. Der Rechtsausleger mit den „Krakenarmen“ (Spannweite: 2,03 Meter) ist unbequem zu boxen – das musste selbst schon der aktuelle IBF-Weltmeister und WBSS-Teilnehmer Murat Gassiev erfahren. „Gegen ihn sah Thomas zwei Runden sehr gut aus und führte, bevor der Kampf wegen Nachschlagens des Russen abgebrochen wurde“, erklärt Gevor und stellt klar: „Es wird garantiert nicht leicht Thomas zu schlagen, doch wer sagt denn, dass der Weg an die Weltspitze einfach ist? Mit der Unterstützung der Fans in Berlin werde ich den nächsten Schritt in diese Richtung machen.“

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Foto: Imago/ZUMA Press

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