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Paul Smith: „Abraham ist besser als Zeuge“

Paul Smith will gegen Zeuge den WM-Titel

Der 34-jährige Paul Smith (38-6-0, 22 K.o.) aus Liverpool steht vor seiner wahrscheinlich letzten WM-Chance. Am 17. Juni geht es in Wetzlar gegen Champion Tyron Zeuge (20-0-1, 11 K.o.) daher um alles für den Briten. Wie er Zeuge schlagen will und warum er gerne wieder nach Deutschland kommt? Das erfahren Sie hier im Interview.

Paul, der Kampf in Wetzlar gegen Tyron Zeuge ist Ihre dritte Chance Weltmeister zu werden. Was bedeutet das für Sie?

Paul Smith: Das bedeutet mir natürlich alles. Der nächste Kampf ist immer der wichtigste Fight, aber dieser Kampf könnte meine letzte Chance auf einen WM-Titel sein. Ich muss also gewinnen.

Wie ist es zu diesem Kampf gekommen - und waren Sie überrascht, als der Anruf kam?

PS: Ich habe keine Sekunde gezögert, als ich das Angebot bekam. Das ist der einzige Kampf, den ich noch haben wollte. Alle anderen Fights, irgendwelche englischen Titel und Europameisterschaften machen keinen Sinn mehr für mich. Alles was ich wollte, war noch eine WM-Chance. Gegen Arthur Abraham habe ich einmal fair verloren, aber den ersten Kampf habe ich meiner Meinung nach gewonnen. Jetzt komme ich nach Deutschland zurück, um mir meinen Titel zu holen.

Glauben Sie, dass der Kampf gegen Zeuge Ihre bislang größte Chance auf einen WM-Titel sein wird?

PS: Ja, das glaube ich defintiv. Ich bin zwar ein wenig älter, habe aber viel mehr Erfahrung als Tyron, besonders was Titelkämpfe angeht.

Mit 34 Jahren dürfte das auch wohl Ihre letzte WM-Chance sein.

PS: Klar, das macht diesen Kampf auch so wichtig für mich. Das wird der größte Kampf meiner Karriere. Ich muss und werde diesen Fight gewinnen!

Was halten Sie von Ihrem Gegner Tyron Zeuge?

PS: Ich habe ihn genauestens studiert. Er boxt fast meinen Stil. Wir sind uns sehr ähnlich. Er ist technisch gut, schlägt gute Kombinationen und er ist stark. Doch wie gesagt: Ich habe die größere Erfahrung, deshalb werde ich ihn auch schlagen am Samstag. Zudem habe ich einige Schwächen bei ihm entdeckt, die ich natürlich ausnutzen werde.

Haben Sie Zeuges Kampf gegen De Carolis gesehen?

PS: Beide Kämpfe habe ich nicht live verfolgt, aber mittlerweile über 50 Mal angesehen. Die Fights laufen in einer Endlosschleife auf dem Fernseher in unserem Gym. Im ersten Kampf konnte De Carolis seine Erfahrung ausspielen und den Kampf bestimmen. Im zweiten Duell eben nicht, darum hat er auch verloren.

Wie unterscheidet sich Zeuge von Abraham? 

PS: Die beiden sind völlig unterschiedliche Boxer, haben ganz andere Stile. Abraham ist aber bessere der Boxer, hat einen Namen und sehr viel mehr erreicht als Tyron Zeuge.

Freuen Sie sich auf Ihr "Auswärtsspiel" in Deutschland?

PS: Ich freue mich immer wieder, nach Deutschland kommen zu dürfen. Ich wurde hier immer sehr höflich und gut behandelt. Nur dieses Mal nehme ich auch noch den Gürtel mit.

Sie waren im ersten Kampf gegen Abraham sehr unzufrieden mit den Punktrichtern. Haben Sie Angst, es könnte gegen Zeuge ähnlich laufen?

PS: Ja, das Gefühl habe ich immer. Ich dachte, dass man mich fair behandelt und entsprechend punktet, aber das kann ich wohl vergessen.

Bei einem Sieg würden Ihnen, gerade in England, sehr lukrative Kämpfe zum Beispiel gegen George Groves (WBA-Superchampion) winken. Denken Sie daran?

PS: Das lässt sich nicht komplett verdrängen, aber ich muss mich jetzt auf Samstag und Tyron Zeuge fokussieren. Erst muss ich diesen Titel holen, dann die nächsten Gürtel.

Duelle zwischen Deutschland und England sind immer etwas besonderes, auch im Boxen. Rechnen Sie mit vielen Fans aus Ihrer Heimat?

PS: Ja! Es werden viele Fans aus meiner Heimat kommen. Vor allen Dingen aus Liverpool. Wetzlar wird von den "Scousers" eingenommen - anschließend werden wir eine wilde Party feiern.

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