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Silaghis Ziel: „Vincent zum Weltmeister machen“

Feigenbutz im Training mit Silaghi

Seit vier Monaten trainiert der 60-jährige Valentin Silaghi Vincent Feigenbutz (25-2-0, 23 K.o.) in Karlsruhe. Am kommenden Samstag muss das Duo gegen den Ungarn Norbert Nemesapati (25-5-0, 18 K.o.) in der Ufgauhalle/Rheinstetten ran. Im Interview erzählt Silaghi von den gemeinsamen Vorbereitungen, hohen Zielen und seiner Freundschaft zu einem anderen Sauerland-Trainer.

Valentin Silaghi, Sie trainieren seit vier Monaten Vincent Feigenbutz. Wie macht sich Ihr Schützling?

Valentin Silaghi: Es ist eine große Ehre für mich diese Sauerland-Süd-Truppe, allen voran Vincent Feigenbutz, zu trainieren. Er ist sehr wissbegierig, saugt alles in sich auf, setzt sich mit der Materie auseinander und geht ins Detail bei den Übungen. Es werden sich viele über seine positive technische Entwicklung wundern und überrascht sein.

Viele "Experten" meinen, dass Vince nur hauen kann - was sagen Sie dazu?

VS: Ich freue mich, dass er hauen kann... viele reden bloß dummes Zeug und sind neidisch - und können nicht mal hauen.

Sie absolvierten in Slowenien ein eher ungewöhnliches Trainingslager. Hatten Sie viel Spaß?

VS: Das war für mich das erste Mal... so in der Art... aber nicht das letzte Mal. Vincent wollte unbedingt wieder hierher, aber ich war doch sehr skeptisch, jedoch ohne es mir anmerken zu lassen.
Aber wir hatten dort ein wunderbares Ambiente und Klima und der Ort selbst ist einzigartig. Dies wird unser Stammtrainingslager und beim nächsten Mal bleiben wir mindestens 14 Tage.

Neben Vincent und seinen Teamkameraden, trainieren Sie noch die Amateure. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

VS: Zurzeit wird gemischt trainiert. Wir haben sehr viel Abwechslung und sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten, an drei bzw. vier verschiedenen Trainingsstätten arbeiten zu dürfen. Das Ergebnis wird sich in Kürze messen lassen. Danke hier nochmals an die gute Arbeit von Frederick Ness, Rainer Gottwald und dem Präsidenten des badischen Landessportbundes, Dr. Martin Lenz, sowie dem DBV-Präsidenten Jürgen Kyas und Sportdirektor Michael Müller, die uns dies alles ermöglicht haben. Danke auch an Helmut Ranze, dass er beim Weltverband AIBA durchsetzen konnte, dass Amateur-Trainer gleichzeitig Profis trainieren und sekundieren dürfen. Ich hoffe, ich habe jetzt keinen vergessen (lacht).

Zurück zu Vincent. Kann er Weltmeister werden?

VS: Klar! Mein Ziel ist es, Vincent - und nicht nur ihn - zum Weltmeister zu machen und danach in Tokio bei den Olympischen Spielen Medaillen zu holen. Am liebsten natürlich Gold!

Mit Vincent?

VS: Ja, Vincent Feigenbutz! Sie haben mich richtig verstanden. Das geht doch jetzt alles.

Letzte Frage. Tauschen Sie sich mit den anderen Coaches, die Sauerland-Boxer trainieren, aus?

VS: Ich habe einen guten Kontakt zu Michael Timm. Wir hatten eine sehr schöne Zeit bei Universum. Und Ulli Wegner und ich sind seit der Wiedervereinigung enge Freunde. Schon vor der offiziellen Wiedervereinigung gab es das legendäre Duell der beiden Trainer Wegner und Silaghi (Anmerkung: TSC Berlin vs. Bayer Leverkusen im Juni 1990). Wie das ausging, weiß ich nicht mehr … Ulli weiß das bestimmt noch. Aber seither sind wir dicke Freunde. Wir telefonieren mindestens einmal die Woche und tauschen uns aus.

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Adidas/Sportart3

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