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Supermittelgewicht: Die Suche nach der Nr. 1

Will WBA-Weltmeister Tyron Zeuge in diesem Limit Karriere machen, muss er sich gegen harte Konkurrenz durchsetzen. BOXSPORT stellt die amtierenden Champs vor, nennt weitere Top-Rivalen und wirft einen Blick auf die deutschen Talente im Supermittel.

Das Supermittelgewicht hat vor allem in den letzten 25 Jahren an Bedeutung gewonnen. Legenden wie Roy Jones Jr. oder Joe Calzaghe haben die Klasse dominiert. Zuletzt waren es Andre Ward und Carl Froch, die an der Spitze des Limits zwischen Mittel- und Halbschwergewicht standen. Doch spätestens seit dem Rücktritt von Froch vor drei Jahren gibt es keine klare Nummer 1 mehr, was allerdings eher für die hohe Leistungsdichte im Supermittel spricht. Denn es gibt direkt einige Anwärter auf die Spitzenposition in den Ranglisten. BOXSPORT stellt sechs der besten Boxer des Supermittelgewichts vor und wirft einen Blick in die „deutsche Zukunft“ in der Gewichtsklasse, in der einst Sven Ottke und Markus Beyer große Erfolge feiern konnten.

Kandidat 1: James DeGale

Der 31 Jahre alte Brite, genannt „Chunky“ (dt.: „Dickie“), ist der vielleicht heißeste Anwärter auf die Spitzenposition im Supermittel. Nach dem Rücktritt von Carl Froch sicherte er sich im Mai 2015 die IBF-Krone mit einem hart umkämpften Punktsieg gegen den „Super Six“-Teilnehmer Andre Dirrell. Darauf folgten zwei erfolgreiche Titelverteidigungen gegen Ex-Weltmeister Lucian Bute und gegen den schlagstarken Mexikaner Rogelio Medina. Zuletzt stand DeGale mit dem damaligen Champion Badou Jack im Ring, eine Titelvereinigung der Verbände IBF und WBC. Nach einer brutalen Ringschlacht werteten die Punktrichter das Duell unentschieden, beide Boxer konnten ihre jeweiligen WM-Gürtel behalten.

Jack verkündete daraufhin seinen Wechsel ins Halbschwergewicht, wodurch ein Rückkampf der beiden für den Moment ad acta gelegt ist. DeGale hingegen entschied sich für einen Verbleib im Supermittelgewicht und hofft nun auf weitere Vereinigungschancen oder große Kämpfe gegen Landsmänner wie George Groves oder Callum Smith. Denn: „Chunky“ hat bereits angekündigt, noch maximal vier Mal als Profi in den Boxring zu steigen. So sagte er vor wenigen Wochen in einem Interview mit dem „Mirror“: „Ich werde nicht mehr ewig boxen, dafür ist der Sport einfach zu hart. Das habe ich nach dem Kampf gegen Jack extrem bemerkt.“ So plant DeGale zurückzutreten, „sobald ich genug Geld für den Rest meines Lebens verdient habe. Und dahingehend bin ich auf einem guten Weg.“

Einen Termin oder Gegner für DeGales nächsten Kampf gibt es noch nicht. Am 20. Mai boxen aber Dirrell und Jose Uzcategui um den Interims-Titel der IBF. Der Sieger soll noch in diesem Jahr seine Chance gegen DeGale bekommen.

Kandidat 2: Gilberto Ramirez

Der unbesiegte, schlagstarke Mexikaner Gilberto Ramirez galt lange als der Hoffnungsträger dieses Limits. Spätestens mit seinem glasklaren Punktsieg über Arthur Abraham im April vergangenen Jahres, der ihm den WM-Titel nach Version der WBO brachte, erregte er die Aufmerksamkeit der Boxwelt.

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