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Der tiefe Fall des Yoan Pablo Hernandez

Der tiefe Fall des Yoan Pablo Hernandez

Es schien fast, als hätte Box-Deutschland auf einen wie Yoan Pablo Hernandez gewartet. Nach seiner „Fahnenflucht“ vor zwölf Jahren suchte er sein Glück als Profi, schaffte es mit Fleiß und Talent schließlich bis zum Weltmeister. Heute ist der Ex-Champion pleite. Verletzungspech, Betrügereien und eigene Fehler beendeten eine hoffnungsvolle Karriere.

Das ist doch ...? Mit Brille und Drei-Tage-Bart ist Yoan Pablo Hernandez nicht auf Anhieb zu erkennen. Erst als der 32-Jährige lächelt, ist klar: So offenherzig lächelt nur Pablo. Dann berichtet der Ex-Champion beim Treffen mit BOXSPORT: „Ich war im März beim Chemiepokal und dort ein bisschen ‚das Mädchen für alles‘. In erster Linie sehe ich mich als eine Art Scout im internationalen Boxen um und suche nach Talenten für unser Leistungszentrum in Halle“, erzählt Hernandez.

Da schließt sich ein Kreis, denn der Chemiepokal wurde für den Kubaner selbst einst zum Wendepunkt seiner Box-Karriere. Es war vor zwölf Jahren, der Cruisergewichtler träumte von einem schönen Boxerleben in Deutschland, als er sich beim Chemiepokal von seinem Nationalteam absetzte und in Halle an der Saale niederließ.

„Ich hatte einfach von den sozialen Verhältnissen die Nase voll“, erklärt Hernandez die Beweggründe für seinen damaligen Seitenwechsel. „Wir wohnten in Pinar del Rio in einem Haus, das immer mehr verfiel und nichts tat sich.“ In Halle lebte der talentierte Boxer dann vier Jahre – selbst als er längst als Profi beim Sauerland-Stall unter Vertrag stand. „Halle ist meine zweite Heimat“, sagt Yoan Pablo heute.

Als sich der Kubaner dazu entschloss, in Deutschland seinen Weg als Profi zu gehen, schien es gut anzulaufen. Trainer Ulli Wegner hatte von ihm gehört, einem kubanischer Junioren-Weltmeister in Halle. Das elektrisierte den Ring-Haudegen, schließlich kannte Wegner die kubanischen Boxer bestens aus seinen Zeiten als Amateurtrainer. So holte Wegner Yoan Pablo zum Berliner Sauerland-Stall. Noch 2005 bestritt Hernandez am 3. September seinen ersten Profikampf. Sein Gegner David Vicena wurde nach wenigen Sekunden der zweiten Runde aus dem Kampf genommen.

Doch was damals verheißungsvoll begann, endete schließlich in einer Sackgasse – denn Hernandez ereilte das gleiche Schicksal wie viele einst erfolgreiche Boxprofis.

Die gesamte Story über Yoan Pablo Hernandez und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BOXSPORT-Ausgabe 06/2017 - ab Mittwoch am Kiosk!

Quelle: 

Imago/Ed Gar

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