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Timo Schwarzkopf bringt Wangen zum Beben

Timo Schwarzkopf Wangen Artem Haruyan

Gastgeber Timo Schwarzkopf, laut BoxRec Deutschlands bester Superleichtgewichtler, war nicht nur der Organisator des spektakulären Box-Events in seiner Heimatstadt Wangen, sondern bestritt auch den Hauptkampf des Abends.

Bei dieser Veranstaltung ging es schwer zur Sache, denn in allen neun angesetzten Begegnungen, ging lediglich eine über die Zeit. Wer an Fallobst-Fighter glaubte, sah sich getäuscht. So waren alle Athleten waren gut vorbereitet und boxten sprichwörtlich bis zum Umfallen.

Timo Schwarzkopf, der den Hauptkampf des Abends austrug, bestritt den Fight gegen den ungeschlagenen Armenier Artem Haroyan erfolgreich.

Dank des intensiven Trainings mit Coach Conny Mittermeierwar dieser perfekt auf den Kampf gestimmt. Mittermeier bestätigt: „Wir haben Timos Block gestählt und daran gearbeitet, Schmerzen zu ertragen.“

Denn Haroyan hatte die Intention, die Defensive Schwarzkopfs zu zerhacken, indem er gnadenlose Schläge auf die Doppeldeckung einprasseln ließ. Doch wie im Training geübt, stand Schwarzkopf stabil und antwortete mit Aufwärtshaken.

Langsam aber sicher begann er den Armenier auseinanderzunehmen. Dieser hatte nämlich sichtlich Probleme, dem hohen Tempo Schwarzkopfs zu folgen und bekam einen starken Cross ab, der ihn abschließend von den Beinen riss. Danach gab es kein Zurück mehr - KO in Runde 3., Sieg für Schwarzkopf.

Sauerland Youngster Marutjan verletzt

Das Sauerland Team nahm ebenfalls an der Gala teil und setzte Araik Marutjan und Denis Radovan ein, die beide von Coach Jürgen Brähmer in Schwerin betreut werden. Dieser stand selbstverständlich bei den Youngsters in der Ecke, als es zur Sache ging und hatte konkrete Vorstellungen für die beiden. „Klares und schnelles Boxen wie bei den Profis...,“, forderte der Weltklasse-Sportler, „...keine Sprints wie bei den Amateuren."

Sauerlands neuer Mittelgewichtler Araik "Löwe" Marutjan stand dem Ukrainer Serhil Ksendzov gegenüber und jagte diesen durch den gesamten Ring. Der Ukrainer konnte die schnell abgefeuerten Jabs nicht abwehren und fing bereits früh an zu zerbröckeln.

In der vierten Runde hatte Marutjan Brähmers Auftrag letztendlich erfüllt: Ksendzov war endgültig geknackt. In wenigen Sekunden würde der Deutsche dem Ukrainer die Lichter ausschalten.

Doch als Marutjan mit schmerzverzerrtem Gesicht Richtung Ringecke schlenderte, wurde der Fight ohne Wertung unterbrochen. Es bestand Verdacht auf einen Achillessehnen-Abriss, der dafür sorgte, dass Marutjan ins Krankenhaus gefahren werden musste.

Kurz darauf bestätigte sich die Befürchtung der schweren Verletzung. Sauerlands Geschäftsführer Freddy Ness war sichtlich bestürzt: „Jetzt müssen wir alle im Team zusammenhalten und Araik die beste Unterstützung geben.“

Obwohl der Kampf aufgrund des schwerwiegenden Schadens abgebrochen werden musste, konnte der Löwe einen technischen Punktesieg erlangen.

Kölner Boxer siegt im zweiten Profikampf durch K.O

Trotz der auftretenden Komplikationen, überzeugte Radovan im Ring bei seinem zweiten Profimatch. Mit wuchtigen Körperhaken klopfte er Ondrej Marvan weich bis er ihn anschließend in der vierten Runde runter schickte.

Nachdem der Kampf wieder freigegeben wurde, zerschoss Radovan den Tschechen endgültig. Der Kontrahent war wehrlos und brach den Fight daraufhin ab.

Trainer Sven Ottke trotz Sieges nicht zufrieden

Nina Meinke, die Box Lady aus Berlin, feierte in Wangen ihren 24. Geburtstag und machte sich selbst das größte Geschenk. Sie gewann gegen Hasna Tukic den Jugend-Titel im Superfedergewicht der WBC.

Allerdings konnte sie sich nicht wirklich über ihren Erfolg freuen, denn der Kampf war bereits nach wenigen Augenblicken zu Ende. Tukic hatte sich an der Hand verletzt und gab auf.

Sekundiert wurde Meinke von Boxlegende Sven Ottke. Der ehemalige IBF- und WBA- Weltmeister war sauer. Er hatte während des Kampfverlaufs nichts gesehen, was eine derart gravierende Verletzung hätte verursachen können.

 

Quelle: 

go4boxing

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