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Die Top 10 im Mittelgewicht - Von 1965 bis heute

Sugar Ray Robinson

Kein anderer Boxer prägte das Mittelgewicht so sehr wie Sugar Ray Robinson. Nur, wer waren die Erben der Box-Legende, die vor über 50 Jahren abtrat? BOXSPORT-Autor Hartmut Scherzer listet eine ultimative Top 10 in diesem Limit – und räumt dabei mit einigen Irrtümern auf.

Als Sugar Ray Robinson nach seinem 202. Profikampf und seiner 19. Niederlage – gegen Joey Archer in Pittsburg – seinen Rücktritt erklärte, endete am 10. November 1965 nach 25 Jahren die schillerndste Boxkarriere der Pre-Ali-Ära. Das Genie war 44 Jahre alt und galt „pound for pound“ als bester Boxer „of all times“.

Trotz Cassius Clay Robinson, der mit seinem Geburtsnamen Walker Smith jr. als Amateur alle 85 Kämpfe (69 durch K.o.) gewonnen hatte, war seit 1946 vier Jahre lang unbesiegter Weltmeister im Weltergewicht und wurde anschließend fünf Mal Champion im Mittelgewicht, der klassischsten Kategorie nach dem Schwergewicht.

Gegen seinen bis dahin einzigen Bezwinger und Dauerrivalen Jake LaMotta wurde Robinson in der denkwürdigsten ihrer insgesamt sechs Ringschlachten durch einen K.o.-Sieg in der 13. Runde am 14. Februar 1951 Champion im Mittelgewicht. 51 Tage, nachdem er in Frankfurt Hans Stretz am ersten Weihnachtsfeiertag in der 5. Runde k.o. geschlagen hatte.

Wie Louis „Satchmo“ Armstrong mit seiner Stimme und Trompete war Sugar Ray Robinson mehrmals mit seinem eleganten Boxstil und seiner faszinierenden Aura auf Europa-Tournee unterwegs, hatte Ende 1950 innerhalb eines Monats fünf Auftritte, Paris, Brüssel, Genf, wieder Paris, Frankfurt. Unvorstellbar heute. Einige der besten Europäer hatten keine Chance.

Die zweite Tournee im Frühjahr/Frühsommer 1951 brachte ihm den Skandal in Berlin, ls er nach einem Nierenschlag gegen Gerhard Hecht in der 2. Runde disqualifiziert wurde und vor den Wurfgeschossen aufgebrachter Zuschauer unter den Ring flüchtete.

Die Disqualifikation wurde später in „no contest“ korrigiert. Diese Europa-Reise endete in London mit der sensationellen Punktniederlage gegen Randy Turpin.

Der charismatische schwarze Super-Star pflegte mit einem Hofstaat zu reisen. Zu seiner Entourage gehörten Kammerdiener, Barbier, ein Golfprofi, ein Hofnarr. Die Hotelportiers mussten um die fünfzig Koffer auf die Zimmer verteilen. Den am 10. Juli verlorenen Titel holte sich Robinson postwendend nur zwei Monate später zurück. Er schlug den Engländer Turpin in New York in der 10. Runde K.o.

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Quelle: 

Imago /ZUMA Press/Keystone

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