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Trash-Talk zwischen Frank und Ilbay

Deniz Ilbay

Am 25. März wird Tyron Zeuge (19-0-1, 11 K.o.) in der Potsdamer MBS Arena seinen WM-Titel im Supermittelgewicht gegen Isaac Ekpo (31-2, 24 K.o.) verteidigen. Zeuge sollte bei seiner ersten Pflichtverteidigung gegen den 34-jährigen Nigerianer keine großen Probleme bekommen, obwohl Ekpo als K.o.-Schläger bekannt ist.

Mit Jürgen Brähmer in seiner Ecke wird beim jungen Deutschen nichts anbrennen. Aufpassen müsste Zeuge nur vor Don Kings Starkstromfrisur. King ist Ekpos Promoter und wird mit wehenden Fähnchen in „good old Potsdam“ dabei sein, wenn es seine Zeit erlaubt.

Richtig rumpeln tut es zwischen den Weltergewichtlern Angelo „Europa“ Frank (9-0-0, 6 K.o.) und Deniz „El Pistolero“ Ilbay (17-1-0, 9 K.o.) vor ihrem 12-Runden Fight. Die Boxer lassen kein Verbalgefecht aus und machen Stimmung. Immerhin geht es um die GBU-WM-Krone von Ilbay.

„Er ist ein Internet Rambo, der im wahren Leben seinen Mund nicht aufbekommt“, ätzt der Kölner auf seiner Facebook-Seite gegen Frank, „du bist ein limitierter Boxer, ändere deinen Stil“.

Frank wäre nicht Frank, wenn er der wortgewaltigen Attacke aus dem Wege gehen würde: „Deniz Ilbay ist für mich noch ein Grünschnabel, dem die Grenzen aufgezeigt werden müssen“, holt er zum rhetorischen Gegenschlag aus.

Vor dem Duell ist ein Trash-Talk-Battle ausgebrochen, der erst im Ring sein Ende finden wird. Und diese Schlacht wird heftig, denn beide sind erstklassige Weltergewichtler mit unterschiedlichen Anlagen: Der Hamburger Frank, Zirkusboxer und „Mean Machine“ gegen den Kölner Ilbay, sechsfacher Weltmeister, rasant und brandgefährlich.

Dass sie boxen können, zeigt ein Blick auf die deutsche Rangliste bei BoxRec. Ilbay wird auf Platz zwei geführt, Frank auf Platz drei. Ilbays Manager, Rainer Gottwald, versucht die beiden Streithähne zu erden. Für ihn sind es zwei ehrliche Arbeiter, die sich nach dem Kampf in die Arme fallen werden. Zumindest hofft er das. Er möchte dem Gewinner nach dem Fight die Hand schütteln, egal wer das sein wird.

Auch Winne Spiering, der Chef des Wiking-Boxteams mahnt zur Besonnenheit. „Deniz Ilbay ist ein junger aufstrebender Boxer, dem ich nach dem Schlussgong die Hand reichen werde. Wer auch immer siegen wird, ihm stehen alle Türen in der internationalen Box-Welt offen“, da ist sich Spiering sicher.

Einen kleinen Seitenhieb kann sich der Wikinger dann doch nicht verkneifen: „Für uns ist nur der Kampf wichtig und nicht Ilbays Gürtelsammelsurium.“

Wolfgang Wycisk

Quelle: 

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