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Tyson Fury: Zurück in die Zukunft

Es ist kaum zu glauben, aber bis vor wenigen Wochen war Tyson Fury noch (virtueller) Weltmeister im Schwergewicht. Erst im Februar verlor er die allerletzte WM-Trophäe, die ihm noch verblieben war – den Gürtel des legendären US-Magazins „The Ring“. Der Grund: die 26-monatige Inaktivität des „Gypsy Kings“, deren Ende bis zuletzt nicht absehbar war.

„The Ring“ hatte dem Engländer eine Deadline bis zum 31. Januar gesetzt, um einen neuen Gegner zu präsentieren. Doch das konnte er nicht. Der Champion Tyson Fury, der im November 2015 durch einen klaren Punktsieg über den damaligen WBA-, IBF-, WBO- und IBO-Weltmeister Wladimir Klitschko all diese Titel erobert hatte, ist damit endgültig Geschichte. Oder doch nicht?

Wer Tyson Fury auf Twitter folgt, dem kann phasenweise schwindelig werden. Wie auf einer Achterbahn wechseln sich Aufs und Abs – vollmundige Comeback-Ankündigungen und stumme Verzweiflungsschreie – in rasender Geschwindigkeit ab. Mal zeigt sich der sportlich ungeschlagene Ex-Champ (25-0-0, 18 K.o.) entschlossen in Kampfpose, dann wieder wirkt er verbittert und deprimiert. Etwa als Fury kürzlich alle irischen Boxberichterstatter pauschal zu seinen Feinden erklärte.

Dennoch überwiegen seit Anfang des Jahres die Signale, dass der 2,06-Meter-Gigant mit der gewaltigen Reichweite (2,16 Meter) schon bald in den Ring zurückkehren könnte. Immer wieder tauchen Fotos und Videos in den sozialen Medien auf, die den Klitschko-Bezwinger beim Sparring mit wechselnder Auslage zeigen.

Zumindest juristisch steht einer Rückkehr von Tyson Fury ins Seilgeviert nichts mehr im Wege: Bereits im Dezember war dessen Dopingsperre abgelaufen. Bekanntlich war der 29-Jährige 2016 bei einer Kontrolle durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur positiv auf Kokain getestet worden. Zudem war Fury bereits 2015 die Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen worden.

Deshalb entschied die britische Anti-Doping-Agentur UKAD, dass der Beginn seiner zweijährigen Sperre auf den 13. Dezember 2015 zurückzudatieren war. Ein sportjuristischer Kniff, doch das ist schon Schnee von gestern. Das British Boxing Board of Control (BBBC) stellte Fury vor einigen Wochen öffentlich die Wiedererteilung seiner Profilizenz in Aussicht, „sobald die medizinischen Angelegenheiten geklärt sind und die Unterlagen vorliegen“.

Und was sagt der „Gypsy King“ selbst? Auf Instagram postete er ein Video von sich, in dem er mehr schlecht als recht rappte: „Sie (das British Boxing Board of Control; d. Red.) haben versucht, mich aus dem Sportfernsehen zu entfernen, aber es fühlt sich so leer an ohne mich.“ Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Fury via Twitter gelästert, der regierende Champion Anthony Joshua und dessen Manager Eddie Hearn würden „in meiner Welt nicht mal fünf Minuten überleben – zwei Pussys, die mal eine Backpfeife von mir bräuchten“.

Hearn bot ihm daraufhin einen Kampf an: „Komm und hol dir deinen Titel zurück. Für uns zählt nur eine Welt – und die hat vier Ecken. Dieser Fight wird passieren, zu 100 Prozent. Ich kann es kaum erwarten.“ Nur, hat Tyson Fury wirklich den Willen, den Biss und die Energie, um das ganz große Comeback zu schaffen? Schließlich war sein persönlicher Fall so abgrundtief, dass der Weg zurück einer Mount-Everest-Besteigung gleicht….

Die gesamte Story über Tyson Fury und vieles mehr finden Sie in der neuen BOXSPORT-Ausgabe 04/2018 - ab Mittwoch am Kiosk!

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Foto: Imago/Pro Shots

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