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Wladimir Klitschko: Big Business

Autor(in): 

Frank Schwantes
 Wladimir Klitschko trifft am 29. April auf Anthony Joshua

Als das Aus für den Fury-Fight kam, wurde bereits der Abgesang auf die Karriere von Wladimir Klitschko verfasst. Doch dann fädelte das Team des Ukrainers mit dem Duell gegen Anthony Joshua einen noch viel größeren Deal ein. BOXSPORT sagt, was dabei finanziell drin ist.

Das nennt man eine glückliche Fügung: Eigentlich hätte Wladimir Klitschko das WM-Rematch gegen Tyson Fury am 28. Oktober in der Manchester-Arena bestreiten sollen. Gegen jenen Skandalboxer, der fast zwölf Monate lang das Heft des Handelns in der Hand hielt und Klitschko praktisch zur Tatenlosigkeit verurteilte. Erst mit einer dubiosen Absage wegen Verletzung, dann aufgrund einer psychischen Erkrankung. In der Zwischenzeit wurde Fury wegen Kokainmissbrauchs vom „British Boxing Board of Control“ aus dem Verkehr gezogen. Folglich legte der Weltmeister der Verbände WBO und WBA seine WM-Titel nieder.

Und Wladimir Klitschko? Der schien vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Zuerst hatte der ehemalige Schwergewichts-Dominator seine WM-Gürtel im Ring verloren – und nun war ihm auch noch sein vermeintlich größter Gegner abhanden gekommen. Viele läuteten daraufhin schon das Karrierende des Ukrainers ein.

Doch es kam anders, ganz anders. Anfangs eher eine Spekulation der Medien, wurde das Duell gegen IBF-Champion Anthony Joshua Ende letzten Jahres fixiert. Seitdem sitzt Klitschko wieder am ganz großen Spieltisch im Box-Business. Denn der Kampf der Generationen am 29. April im Londoner Wembley-Stadion wird neue Dimensionen erreichen.

„Lukrativste Kampf, der je in Europa stattgefunden hat“

Dass der 40-jährige Ex-Champ wieder in diese Top-Position gelangte, wie er sie nach seinem Debakel gegen Fury und während der folgenden einjährigen „Geisel-Haft“ durch den Engländer nicht mehr innehatte, überraschte. „Ich habe über ein Jahr auf das Rematch gegen Fury gewartet, warten müssen, mich darauf vorbereitet, nur damit es dann doch platzt“, sagte Klitschko der Münchener „Abendzeitung“. „Doch dieser Kampf gegen Joshua ist noch besser. Ein größerer Fight, eine noch größere Arena. Das Warten hat sich gelohnt.“

In der Tat. Nicht nur, dass er gegen den 27-jährigen Joshua um die WM-Gürtel der Verbände WBA (Super) und IBF, dazu noch um den weniger bedeutsamen der IBO, boxen darf. Auch finanziell ist dieses Duell um eine Vielfaches lukrativer als ein Rückkampf gegen Fury. Zu den erwarteten Einnahmen macht Manager Bernd Bönte keine konkreten Angaben, verweist aber darauf, „dass wir in über 150 Länder übertragen werden, das Wembley-Stadion mit 90.000 Zuschauern ausverkauft sein wird. Das ist der lukrativste Boxkampf, der in Europa jemals stattgefunden hat. Nicht nur wegen des Ticketverkaufs, sondern auch wegen den vielen Anfragen internationaler TV-Sender und Sponsoren“. Die Kapazität der Manchester-Arena dagegen wäre bei einem Kampf gegen Fury bei 20.000 Zuschauern erschöpft gewesen. Jetzt sprudelt die Geldquelle wesentlich kräftiger …

 

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