Die Verhandlungen für den Kampf zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua ziehen sich hin. Nun jedoch scheinen sich die Parteien auf Cardiff statt New York als Austragungsort geeinigt zu haben.

Promoter Eddie Hearn erwartet, dass der Mega-Fight zwischen seinem Schützling Anthony Joshua und Tyson Fury am 11. Dezember in Cardiff (Wales) steigt. Das berichtet das Portal „BoxingScene“. Zunächst war der Madison Square Garden in New York (USA) als Location für die „Battle of Britain“ vorgesehen, dies für den 20. November.
Doch es sieht so aus, als hätten Hearn und Joshua endlich ihren Wunsch durchgesetzt, dass der Kampf in Großbritannien stattfindet. Alle anderen Beteiligten des geplanten Schwergewichtsduells – Turki Al-Sheikh und Sela, Netflix, Dana White und TKO sowie das Team Fury – hatten aus finanziellen Gründen darauf bestanden, dass die Veranstaltung in den USA stattfindet. Doch AJ und sein Promoter pochten auf ihren Vertrag und weigerten sich, dem nachzugeben. Auch noch, als ihnen mehr Geld für einen Kampf in Übersee angeboten wurde.
„In den letzten ein oder zwei Wochen haben wir unsere Entscheidung getroffen“, erklärte Hearn. „AJ war derjenige, der diese maßgeblich vorangetrieben hat.“ Man sei nicht daran interessiert gewesen, mehr Geld zu erhalten oder die Vertragsbedingungen zu ändern und den Austragungsort zu verlegen. „AJ will, dass der Kampf in Großbritannien stattfindet – und seitdem haben sie das akzeptiert.“
„Ankündigung wird bald folgen“
Offiziell bestätigt wurden die neue Location und das neue Datum für Fury vs. Joshua bislang nicht. Der Matchroom-Boss sagte aber gegenüber BoxingScene: „Ich denke, die Ankündigung wird sehr, sehr bald erfolgen.“ Den Termin am 11. Dezember in Cardiff hatte zunächst Box-Journalist Dan Rafael vermeldet.
Unklar bleibt auch noch, zu welcher Uhrzeit die beiden Rivalen im Millennium Stadium in den Ring steigen. Die Verhandlungspartner wünschen dies zur abendlichen Primetime in den USA. Demnach müsste der Fight in der Arena, die rund 80.000 Zuschauer fasst, gegen ca. drei Uhr in der Früh stattfinden.
Hearn erklärte, dass einem Termin am 11. Dezember in Cardiff keine Hindernisse mehr im Wege stehen. „Nein, nichts“, bekräftigte er. Und ergänzte: „Ich glaube nicht, dass es einen Kampf um drei Uhr morgens geben wird.“ Natürlich müssten Gespräche mit den Stadionbetreibern geführt werden, um zu klären, was möglich sei und was nicht. Ebenso müssten entsprechende Formalitäten wie die Abstimmung mit dem lokalen Gemeinderat erfolgen. Mit dem Ziel, eine etwas spätere Startzeit für das lang ersehnte Schwergewichts-Duell zu ermöglichen.
Text: Frank Schwantes