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Abass Baraou: „Genau das brauchen wir in Deutschland“

Abass Baraou (3-0, 2 K.o.) gehörte in den letzten Jahren zu Deutschlands erfolgreichsten Amateuren und auch bei den Profis läuft es für den Oberhausener. Im Juni wurde er bereits in seinem zweiten Kampf Deutscher Meister. In seinem vierten Fight für den Sauerland-Stall muss der 24-Jährige am 1. Dezember in Gummersbach gegen den erfahrenen Armenier Sasha Yengoyan (41-5-1, 25 K.o.) ran. Was sich der Youngster für das richtungsweisende Duell vorgenommen hat, erzählt er im folgenden Interview.

Abass, am 1. Dezember boxt du erstmals in NRW – ist das etwas besonderes für dich?

Unbedingt, mein „Homecoming“! Ich freue mich, dass ich bereits innerhalb meines ersten Jahres als Profi in meine Region zurückkommen und dann auch noch einen Hauptkampf bestreiten darf – ein unglaubliches Geschenk.

Es geht gegen den international erfahrenen Armenier Sasha Yengoyan zur Sache. Was weiß du über deinen Gegner?

Er ist ein harter Hund und hat 41 Siege auf dem Tacho, aber genau das brauche ich jetzt. Er kann gut boxen und ich bin guter Dinge, dass ich das Tempo dieses Mal erhöhen kann und dann können wir unseren Zuschauern einen Topfight bieten.

Wie lief deine Vorbereitung auf den Kampf?

Die Vorbereitung lief wieder einmal super. Im Sparring haben wir uns gesteigert und ich mache auch gerne Sparring mit schwereren Jungs, damit ich dementsprechend auch mehr Kraft investieren muss: „Train Hard – Fight Easy“ ist mein Motto.

Bester deutscher Amateur, bereits im zweiten Kampf Deutscher Meister – steigt dir der steile Aufstieg nicht manchmal zu Kopf?

Absolut nicht. Ich bin sehr glücklich über das laufende Jahr. Alles lief so, wie wir es uns gewünscht haben. Ich trainiere so hart, wie nur möglich, weil ich meine beste Version werden möchte und da muss die Entwicklung auch zum Einsatz passen.

Wann geht es um den ersten internationalen Titel?

Die Frage kann und sollte man an mein Management und meine Promotion weitergeben, ich bin „ready“.

Gegen wen würdest du am liebsten boxen?

Gegen jeden Weltmeister in meiner Gewichtsklasse.

Und wo?

Oberhausen wäre sicherlich auch mal ganz interessant. Sonst in einer der legendären Fight-Tempel der Welt.

Du bist Ulli Wegners neuer Liebling, er lobt dich bei jeder Gelegenheit – was hältst du von ihm?

Ein unglaublicher Mensch und erstklassiger Trainer und Mentor. Man merkt einfach, dass er mit ganzem Herzen dabei ist. Ich hoffe, dass er mit seinem Drive und seiner Leidenschaft noch viele Menschen anstecken wird – genau das brauchen wir in Deutschland.

Was würde passieren, wenn er irgendwann aufhört?

Ich persönlich wäre erst einmal traurig, aber kann es nur zu gut nachvollziehen. Er hat schon so viel fürs Boxen geopfert und wenn er sich entschließt aufzuhören, dann sind wir dankbar für die Zeit und planen ab dann weiter.

Gummersbach und Oberhausen sind nicht weit voneinander entfernt – werden viele deiner Fans zum Kampf kommen?

Da haben sich schon eine Menge Leute angekündigt, doch ich versuche mich eher auf den Kampf zu konzentrieren. Die Oberhausener sind dafür bekannt, dass sie lautstark sind. Sicherlich wird es akustisch wie ein Hexenkessel.

Warum hast du eigentlich keinen Kampfnamen?

Ich möchte mir kein Image anziehen. Die Zuschauer geben mir hier und da mal einen Beinamen, aber irgendwie hat sich noch keiner durchgesetzt.

Was steht für dich nach dem Kampf an?

Ich habe ein hartes Trainingsjahr hinter mir und habe sogar in den Sommerferien durchtrainiert und möchte nun in der Sonne den Stecker ziehen – es geht für uns nach Dubai, ich brauche Vitamin D. (schmunzelt)

Sport1 überträgt die Box-Gala am 1. Dezember in Gummersbach live ab 20.00 Uhr.

Foto: 

Imago/regios24