Jürgen Doberstein (23-3-1, 6 K.o.) kämpft erstmals in Amerika. Der 29-Jährige wird am 31. August im Palm Beach County Convention Center in den USA in den Ring steigen. Dobersteins Gegner wird der...

Tom Schwarz (21-0, 13 K.o.) trifft auf der kommenden SES-Veranstaltung am 15. September in der Stadthalle Magdeburg auf den ungeschlagenen Mexikaner Julian „Pit Bull Jr“ Fernandez (10-0, 7 K.o...

Der Kölner Profi Deniz Ilbay (19-1-0, 9 K.o.) hat einen langfristigen Vertrag bei Team Sauerland unterschrieben. „Dieser Vertrag ist das Beste war mir passieren konnte. Ich war noch nie so...

Glanzlos aber souverän. So könnte man Tyson Furys (27-0-0, 19 K.o.) Vorstellung gegen den Gelsenkirchener Schwergewichtler Francesco Pianeta (35-5-1, 21 K.o.) am vergangenen Samstag in Belfast,...

Seit jeher geht vom Schwergewichtsboxen eine besondere Faszination aus. Kämpfe von Box-Ikonen wie Muhammad Ali, Joe Frazier, Rocky Marciano, Joe Louis oder Max Schmeling sind fest im kollektiven...

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Agit Kabayel: Die Ghettofaust

Der Europameister-Titel im Schwergewicht nach Version der European Boxing Union (EBU) gehört zu den prestigeträchtigsten im Profiboxen überhaupt. Ring-Koryphäen wie Max Schmeling, Karl Mildenberger oder Jürgen Blin, aber auch die britischen Legenden Frank Bruno und Lennox Lewis, ja sogar die Klitschko-Brüder – allesamt waren sie im Besitz jenes Gürtels, welcher den ersten Schritt Richtung Weltspitze markiert.

Auch Agit Kabayel hat diesen Titel für sich erobern können und in seiner ersten Verteidigung mit dem Punktsieg über Dereck Chisora am 4. ­November in Monte Carlo ein dickes Ausrufezeichen seinerseits gesetzt. Überhaupt ist der 25-jährige ­Essener im Moment die einzige Schwergewichtshoffnung im deutschen Profiboxen, die es bis ganz an die Spitze schaffen könnte.

Andere Talente, wie etwa Albon Pervizaj (21) aus dem Sauerland-Stall, sind noch viel zu jung und unerfahren, als dass man schon eine genaue Prognose für die Zukunft stellen könnte. Manuel Charr ist zwar aktuell regulärer Weltmeister der WBA, doch ein Vergleich mit dem Super-Champion Anthony Joshua wirkt da schon gesundheitsgefährdend. Und auch Tom Schwarz (23), Kabayels Trainings- und Teamkollege vom Magdeburger Stall SES Boxing, zeigte in seinen letzten Auftritten äußerst durchwachsene Leistungen und dürfte nach monatelanger Verletzungspause erst einmal Zeit brauchen, um überhaupt wieder an die alte Form anknüpfen zu können. Demzufolge richtet sich der gesamte Fokus in der Königsklasse hierzulande momentan auf den kraftvollen „Ruhrpott-Jungen“ Agit Kabayel.

Schaut man sich den Werdegang des 1,91 Meter großen EBU-Champions genauer an, so fällt auf, dass er mit dem klassischen Faustkampf vergleichsweise sehr spät in Berührung kam, und zwar erstmals im Alter von 17 Jahren. Zuvor war der gebürtige Leverkusener, der aus einer kurdischstämmigen Familie kommt, ein begeisterter Kickboxer und Fußballer. Obwohl leidenschaftlicher Fan des VfL Bochum, spielte Kabayel jahrelang für den Ortsrivalen SG Wattenscheid 09, wo er nichts anbrennen ließ und im Angriff stets für viele Tore sorgte. Nicht zufällig entstanden in dieser Zeit auch Freundschaften in der Nachbarschaft zu den heutigen Stars Julian Draxler (Paris St.-Germain) und Leroy Sané (Manchester City). Zu Agits Entourage zählt last but not least sein bester Kumpel Kerem Demirbay, der aktuell bei der TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag steht.

Die gesamte Story über Agit Kabayel und vieles mehr finden Sie in der neuen BOXSPORT-Ausgabe 03/2018 - ab Mittwoch am Kiosk!

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Foto: Imago/Ed Gar