WM-Chance in Sicht: Stevenson besiegt Nakathila

Shakur Stevenson (16-0, 8 K.o.) gilt manchen Experten als kommender Pound-for-Pound-Anwärter.  Der 23-jährige Southpaw, der sich im Oktober den WBO-Gürtel im Federgewicht sicherte, danach aber ins...

Alexander Povetkin geht in den Ruhestand

Alexander Povetkin (36-3-1, 25 K.o.), Olympia-Gold-Gewinner von 2004 und früherer WBA-Weltmeister im Schwergewicht, beendet seine aktive Karriere. Bei einer Presskonferenz in St. Petersburg am...

Spence jr.: Schicke Pacquiao per K.o. in den Ruhestand

Am 21. August werden Ringlegende Manny Pacquiao (62-7-2, 39 K.o.) und Doppel-Weltmeister Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.) für ein Top-Duell im Weltergewicht gegeneinander antreten (...

Deontay Wilder wiederholt Handschuh-Anschuldigungen

Ex-WBC-Champ Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) steht vor seinem dritten Fight gegen Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.). Letztes Jahr hatte der ehemalige Weltmeister wilde Verschwörungstheorien verbreitet...

Kirkland Laing stirbt mit 66

Sein Kampfname war „The Gifted One“, der Begabte. Sein Talent zeigte Kirkland Laing (43-12-1, 24 K.o.) vor allem bei seinem legendären Upset-Sieg gegen Roberto Duran am 4. September 1982, als er...

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Alis fünfter Todestag: Erinnerungen an den Größten

Alis fünfter Todestag: Erinnerungen an den Größten
Alis fünfter Todestag: Erinnerungen an den Größten

Gestern vor fünf Jahren, am 3. Juni 2016, starb Muhammad Ali (56-5, 37 K.o.) im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines septischen Schocks. Schon sein Kampfnahme „The Greatest“ zeigt, wer der Schwergewichtler für die Box-Welt war: Der Größte. Er war schon zu Lebzeiten eine Legende, ein Idol, ein Jahrhundertsportler. Letzteren Titel verliehen ihm unter anderem das IOC, „Sports Illustrated“, die BBC und „USA Today“. Zu seinem Sargträgern gehörten mit Mike Tyson und Lennox Lewis zwei weitere Ringlegenden, außerdem Superstar Will Smith, der den Größten in Michael Manns Biopic „Ali“ verkörpert hatte. Selbst im Tode war „The Greatest of All Time“ noch ein Superstar: Rund eine Milliarde Zuschauer verfolgten das Begräbnis im Fernsehen oder über Social Media, wie das „Ali Center“ in einer Pressemitteilung erklärte.

Die wichtigsten Stationen aus Alis Leben sind nicht nur für Box-Fans Allgemeinwissen: Der 12-jährige Cassius Clay, der aus Wut über den Diebstahl seines Fahrrads mit dem Boxen begann; die Goldmedaille im Halbschwergewicht bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom; der erste WM-Sieg als Profi gegen Sonny Liston am 25. Februar 1965; die Namensänderung des zum Islam konvertierten Box-Profis in Muhammad Ali, da er Cassius Clay als seinen „Sklavennamen“ erachtete; die Kriegsdienstverweigerung, die ihn seine Titel und beinahe seine Karriere gekostet hätte; der Fight gegen den Underdog Chuck Wepner am 24. März 1975, der Sylvester Stallone zu „Rocky“ inspirierte; unzählige legendäre Ringschlachten, darunter die Jahrhundertfights „Rumble in the Jungle“ gegen George Foreman (30. Oktober 1974) und „Thrilla in Manila“ gegen Joe Frazier (1. Oktober 1975).

1984, drei Jahre nach seinem Karriereende, wurde Parkinson bei Ali diagnostiziert. Die Auswirkungen der Krankheit waren schon bei Alis letztem Fight gegen Trevor Berbick zu sehen. Von 1998 an arbeitete der Boxer mit dem ebenfalls an Parkinson erkrankten Schauspieler Michael J. Fox an einer Kampagne, um das Wissen über die Krankheit in der Öffentlichkeit zu vergrößern und die Forschung nach einem Heilmittel voranzutreiben. Eines von vielen Projekten, das Ali während und nach dem Profiboxen verfolgte, der sich auch politisch betätigte und 2006 zum UN-Friedensbotschafter ernannt wurde.

Viele Ring-Ikonen kondolierten in den sozialen Medien, als Ali starb. Hier nur eine kleine Auswahl:

„Ali, Frazier und Foreman, wir waren wie ein Mann. Ein Teil von mir ist heute von uns gegangen, der großartigste Teil.“ (George Foreman)

„Gott hat seinen Champion zu sich geholt.“ (Mike Tyson)

„Heute ist mein Herz bei einem Pionier, einer wahren Legende und einem Helden in jeder Hinsicht. Kein Tag verging, ohne dass ich beim Betreten des Gyms an dich dachte. Dein Charisma, dein Charme und vor allem deine Klasse sind die Elemente, die von mir und der Welt am schmerzlichsten vermisst werden. Du bist jemand, der mich auf meiner boxerischen Reise durchweg inspiriert hat, Worte können nicht beschreiben, wie großartig du warst. Danke für alles, das du für das schwarze Amerika getan hat – in der Welt des Sports und der Unterhaltung – und für das Erbe, das du hinterlässt. Mein herzlichstes Beileid für die Ali-Familie.“ (Floyd Mayweather)

„Ruhe in Frieden, Größter aller Zeiten – in vielerlei Hinsicht.“ (Tyson Fury)

Auch fünf Jahre später ist klar: Muhammad Ali ist der Größte aller Zeiten.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / Colorsport