EM-Fight für Jama Saidi im September

Die Vorbereitungen für die nächste AGON-Box-Gala am 25. September sind kaum angelaufen und schon steht der erste offizielle Titelkampf fest. Jama Saidi (19-2, 7 K.o.) wird gegen Howard Cospolite (...

Arslan sichert sich WBA-Chance durch K.o.-Sieg

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Olympia 2021: Hamsat Shadalov verliert knapp

Für Federgewichtler (-57 kg) Hamsat Shadalov sind die Sommerspiele in Tokio leider bereits vorbei. Der Berliner, der als erster deutscher Boxer bei dieser Olympiade einen Kampf bestritt, unterlag...

WBO ordnet Crawford vs. Porter an

Nach dem Fight zwischen Manny Pacquiao (62-7-2, 39 K.o.) und Errol Spence jr. (27-0, 21 K.o.) am 21. August (...

Ivanov und Zachenhuber bei Fächersport-Gala am 31. Juli

Hochkarätige Fightcard bei Fächer Sportmanagement – die Karlsruher Box-Promotion bringt die zweite Veranstaltung des Jahres im Home of Champions an den Start und kann dieses Mal die Boxfans auch...

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Ammar Riad Abduljabbar: „Stolz, es geschafft zu haben“

Ammar Riad Abduljabbar: „Stolz, es geschafft zu haben“
Ammar Riad Abduljabbar: „Stolz, es geschafft zu haben“

Der Hamburger Boxer Ammar Riad erfüllte sich in Paris seinen absoluten Lebenstraum. Nach Siegen über Konstiantyn Pinchuk (Israel) und zuletzt Uladzislau Smiahlikau (Weißrussland) qualifizierte sich der für den SV Polizei kämpfende Schwergewichtler für die diesjährigen Olympischen Spiele in Tokio vom 24. Juli bis 6. August. „Darauf habe ich gemeinsam mit meinem Team über Jahre hingearbeitet. Es macht mich unglaublich stolz, das nun geschafft zu haben“, so Riad. Nach der Pflicht soll in Japan die Kühr folgen, denn Riad und Trainer Christian Morales haben eine Medaille als Ziel.

Der Weg von Ammar Riad war kein gewöhnlicher: Der heute 25-Jährige kam 2010 aus dem Irak nach Deutschland. Anders als viele andere Olympioniken boxte er nie an einem Stützpunkt. „In Hamburg hatten wir in der Vergangenheit schlechtere Bedingungen als andernorts, trotzdem haben wir für Olympia gekämpft und uns nicht vom Weg abbringen lassen. Ich hoffe nun, dass sich das langfristig ändert und Hamburg als Boxsporthochburg weiter gestärkt wird“, betont Riad.

Nachdem das europäische Qualifikationsturnier eigentlich bereits im Vorjahr geplant war, wurde es pandemiebedingt in den Juni 2021 verschoben. Ammar Riad absolvierte die finale Vorbereitung in Kienbaum, trainierte mit der internationalen Elite. Die Schufterei zahlte sich aus: Erst setzte er sich in der französischen Hauptstadt gegen Konstiantyn Pinchuk durch und lies sich auch von einer Verwarnung sowie den damit verbundenen Punktabzug in der zweiten von drei Runden nicht aus dem Konzept bringen: „Ich wusste, dass die dritte Runde über Sieg und Niederlage entscheidet. Trotz der Verwarnung habe ich meinen Stil nicht umgestellt und weitergekämpft.“

Der alles entscheidende Fight folgte dann gegen den Vize-Europameister Uladzislau Smiahlikau. Dem größenmäßig überlegenden, favorisierten Weißrussen gelang es nicht, seine Reichweitenvorteile auszuspielen, da der Hamburger seinen Kontrahenten nahezu über die volle Zeit in der Vorwärtsbewegung unter Druck setzte. Mit Erfolg: Alle fünf Punktrichter stimmten für den Deutschen. Durch den Einzug in das Halbfinale gehört Riad zu den in Europa vier besten Boxern und sicherte sich dadurch seine Fahrkarte nach Tokio. Das Halbfinale gegen den russischen Weltmeister Muslim Gadzhimagomedov sagte Riad nach Rücksprache mit den Ärzten vorsichtshalber ab. „Ich habe leichte Schmerzen im Kiefer, möchte im Hinblick auf Olympia kein Risiko eingehen. Es wird mich aber nicht weiter behindern“, gibt er bereits Entwarnung. 

Stolz zeigte sich auch Christian Morales, Landestrainer des Hamburger Boxverbandes, auf seinen Athleten: „Ammar hat drei Runden lang alles gegeben, einen riesen Kampf abgeliefert. Er hat genau das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben. Mit dieser Leistung ist auch bei Olympia alles möglich. Da werden Nuancen entscheiden und wir werden alles dafür tun, eine Medaille zu gewinnen.“

HABV-Präsident Ömrü Özcan unterstreicht die Bedeutung des Erfolgs für den gesamten Hamburger Boxsport. „Es bestätigt uns in unserer Arbeit und ist Motivation, weiter zu machen. Viele jüngere Athletinnen und Athleten schauen zu Ammar auf und wissen nun, dass in Hamburg der Weg zu Olympia realisierbar ist.“

Nach dem Erfolg wird es Morales, der extra nach Paris flog um seinen Schützling wieder nach Hamburg zurückzuholen, auch verschmerzen können, das gemeinsame Frühstück am Fuße des Eiffelturms zu bezahlen – in der Hoffnung, dass am 7. August, dem Tag nach dem Olympischen Finale im Schwergewichtsboxen, das nächste gemeinsame Essen ansteht. Dafür benötigt der Hamburger im mit 16 Boxern besetzten Feld zwei Siege, um ins Halbfinale einzuziehen und Bronze sicher zu haben.

Text: Pressemitteilung

Foto: 

Torsten Helmke