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Andy Ruiz jr. und Isaac Cruz siegen in Los Angeles

Andy Ruiz jr. und Isaac Cruz siegen in Los Angeles
Andy Ruiz jr. und Isaac Cruz siegen in Los Angeles

Am Samstag siegten gleich zwei Boxer mit mexikanischen Wurzeln in WBC-Endausscheidern in der Crypto.com-Arena in Los Angeles: Schwergewichtler Andy Ruiz jr. (35-2, 22 K.o.) und Leichtgewichtler Isaac Cruz (24-2-1, 17 K.o.). Beide qualifizierten sich damit für WM-Kämpfe, beide müssen aber noch eine Weile warten, da Undisputed-Fights die Gürtel blockieren: Im Schwergewicht soll der Showdown zwischen Tyson Fury und Oleksandr Usyk kommen, im Leichtgewicht muss der unumstrittene Weltmeister Devin Haney erst den Rückkampf gegen George Kambosos jr. bestreiten.

Cruz hatte im letzten Dezember ein Zeichen gesetzt, als er als Ersatzgegner gegen Gervonta Davis einsprang, zwar nach Punkten verlor, aber gegen den gefürchteten K.o.-Schläger über die Runden ging und „Tank“ einen unerwartet harten Fight lieferte (BOXSPORT berichtete). Gegen seinen mexikanischen Landsmann Eduardo Ramirez (27-3-3, 12 K.o.) brauchte der „Pitbull“ keine zwei Runden. Der fünf Zentimeter kleinere „Zurdito“ hielt die Deckung oft zu niedrig und ließ damit Lücken zum Kopf, was Cruz in der zweiten Runde ausnutzte, um Ramirez mit einem wuchtigen linken Haken in den Ringstaub zu schicken. Der kam zwar wieder hoch, hatte aber noch gut eine Minute bis zum Gong. Also machte Cruz, seinem Kampfnamen entsprechend, Druck wie ein Bluthund und knockte den 29-Jährigen aus, nachdem er ihn mit Schlagkanonaden eingedeckt hatte.

Andy Ruiz jr., US-Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln und Kurzzeitweltmeister im Schwergewicht, will weiterhin beweisen, dass sein Überraschungssieg über Anthony Joshua 2019 keine Eintagsfliege war. Seit dem Rematch gegen den Briten, zu dem er in schlechter Form auflief und das er verlor, boxte er nur einen Comeback-Kampf gegen Chris Arreola, den er zwar gewann, in dem er aber auf die Bretter musste (BOXSPORT berichtete). Nun stand er gegen den 43-jährigen Ringveteranen Luis Ortiz (33-3, 28 K.o.) im Ring, der trotz seines Alters immer noch ein gefährlicher Contender ist – zuvor hatte der hart schlagende „King Kong“ nur gegen K.o.-Maschine Deontay Wilder verloren. Ruiz zeigte famosen Handspeed und starke Jabs, schickte Ortiz zwei Mal in der zweiten Runde und ein Mal im siebten Durchgang auf die Bretter, musste aber hart arbeiten. Ein K.o. wollte ihm gegen den widerstandsfähigen Kubaner nicht gelingen, aber er feierte einen einstimmigen Punktsieg mit 113:112 und zwei Mal 114:111.

„Ich will nie wieder so lange warten, bis ich kämpfe“, sagte Ruiz im Interview mit Blick auf seine 16-monatige Ringpause seit dem Arreola-Fight. „Ich möchte mindestens drei oder vier Mal im Jahr kämpfen. Ich möchte wieder Champion sein und den Gürtel zurück nach Mexiko bringen.“ Mit Deontay Wilder (42-2-1, 41 K.o.) war ein früherer Träger des WBC-Titels vor Ort. Der tröstete seinen früheren Gegner und jetzigen Kumpel Ortiz, gratulierte seinem PBC-Stallkollegen Ruiz jr. und teaserte einen möglichen Kampf gegen den siegreichen „Destroyer“ an. „Deontay Wilder ist zurück. Er strebt stets nach Großartigkeit“, verkündete der „Bronze Bomber“ im Interview. „Das will ich meinen Fans liefern. Wenn das (der Fight gegen Ruiz jr.; d. Red.) als nächstes kommt – ich muss erst noch was erledigen, danach können wir loslegen.“ Mit „was erledigen“ ist Wilders anstehender Comeback-Kampf gegen Robert Helenius (31-3, 20 K.o.) im Oktober gemeint (BOXSPORT berichtete).

Text: Nils Bothmann

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