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Die besten Southpaws aller Zeiten – Platz 2

Die besten Southpaws aller Zeiten: Pernell Whitaker
Die besten Southpaws aller Zeiten: Pernell Whitaker

BOXSPORT hat das Ranking der besten Southpaws aller Zeiten erstellt. Die allermeisten Boxer kämpfen in der Normalauslage, Southpaws dagegen in der Rechtsauslage. Trifft ein Normalausleger dann auf einen Rechtsausleger, ändern sich die Angriffs- und Verteidigungswinkel. Eine taktische Umstellung ist nötig. Der Jab verliert häufig an Effektivität, traditionell gelten dafür der linke Haken und die rechte Gerade als gute Waffen gegen Southpaws. Aber das macht anfällig für Konter. Zu den Boxern unserer Top 10 zählen nicht nur einige der größten Ringlegenden der vergangenen Jahrzehnte, sondern auch ein paar der unterhaltsamsten Fighter überhaupt.

Pernell Whitaker (USA)

Kampfrekord: 40-4-1 (17 K.o.)
Karriere: 1984 - 2001

Als einer der besten Defensivboxer und Leichtgewichtler aller Zeiten führt auch im Southpaw-Ranking kein Weg an Pernell Whitaker vorbei. „Sweet Pea“ gewann 1984 Olympiagold und stand 1988 in seinem ersten WM-Fight als Profi. In Frankreich unterlag er im Kampf um den WBC-Titel im Leichtgewicht Jose Luis Ramirez durch eines der schlimmsten Punkturteile der vergangenen Jahrzehnte. Doch nur ein Jahr später krönte sich Whitaker zum IBF-Champ und dominierte danach Ramirez im Rematch im August 1989 über zwölf Runden auf dem Weg zur Titelvereinigung. Mit diesen Siegen begann seine absolute Dominanz und sein Aufstieg zum Pound-for-Pound-König in den 1990er-Jahren.

Whitaker war ein Virtuose im Ring. Defensiv nutzte er die Winkel der Rechtsauslage wie kein Zweiter und glänzte offensiv mit ansatzlosen Kontern. Reihenweise schickte er seine Gegner viel mehr durch das perfekte Timing seiner linken Schlaghand als durch schiere Kraft auf die Bretter. Seine Beweglichkeit im Oberkörper und seine schnellen Beine ließen selbst Weltklasse-Boxer wie Julio Cesar Chavez oder Oscar de la Hoya „Luftlöcher“ schlagen. Doch auch wenn Sweet Pea mit unglaublichem boxerischen Talent gesegnet war, musste er gleich mehrfach in seiner Karriere auf die Gunst der Punktrichter verzichten. Neben der schon angesprochenen Niederlage gegen Ramirez kommt hier natürlich vor allem das Unentschieden im Mega-Fight gegen Julio Cesar Chavez 1993 ins Gedächtnis, bei dem selbst viele Fans aus Mexiko den US-Amerikaner vorne sahen. Dennoch gewann Whitaker WM-Titel in vier Gewichtsklassen und stand in insgesamt 23 WM-Fights, von denen er 19 gewann. Am 14. Juli 2019 starb er im Alter von nur 55 Jahren, nachdem er von einem Auto angefahren wurde.

Text: Benjamin Stroka

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Die komplette Story gibt es in Ausgabe 03/21.

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