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Billy Joe Saunders wegen Video gesperrt

Billy Joe Saunders ist wegen eines Videos gesperrt
Billy Joe Saunders ist wegen eines Videos gesperrt

Eigentlich sollte der Brite Billy Joe Saunders (29-0, 14 K.o.) der nächste Gegner von Canelo Alvarez (53-1-2, 36 K.o.) werden. Zuerst sollten die beiden beim Cinco-de-Mayo-Fight am 2. Mai aufeinandertreffen; als dieser wegen der Coronakrise verschoben wurde, an einem späteren Termin. Aber auch der Kampf ist unsicherer denn je, denn das British Boxing Board of Control (BBBofC) hat dem 30-jährigen Supermittelgewichtler die Box-Lizenz entzogen.

Grund dafür war ein Scherz-Video, das Saunders anlässlich der Coronakrise in den Sozialen Netzwerken postete. Darin gibt der Boxer Männern Tipps, wie sich mit Schlagkombinationen gegen Ehefrauen oder Freundinnen behaupten können, wenn die Emotionen in der derzeitigen Quarantäne hochkochen. Da Experten von einem Anstieg häuslicher Gewalt aufgrund der aktuellen Situation ausgehen, wurde Saunders‘ Video als geschmacklos und als Verharmlosung von Gewalt in Paarbeziehungen angesehen.

Saunders löschte nach heftigem Gegenwind seinen Twitter-Account und entschuldigte sich für sein Verhalten. „Es war dummer Fehler. Ich habe eindeutig nicht nachgedacht“, gab er dem Radiosender Talksport gegenüber zu Protokoll. „Ich wollte niemanden damit kränken. Menschen sterben überall auf der Welt an dem Corona-Virus und ich habe nur versucht, die Stimmung etwas aufzulockern.“ Der WBO-Champ spendete darüber hinaus 25.000 Britische Pfund an wohltätige Organisationen, die sich gegen häusliche Gewalt engagieren.

Saunders‘ Promoter Eddie Hearn gab gegenüber dem gleichen Sender an, dass er „abgestoßen“ von dem Video sei. „Es war so idiotisch, es war so frustrierend, weil ich Billy so gut kenne.“ Hearn verwies darauf, dass Saunders sich seiner Rolle als Vorbild in der Öffentlichkeit mehr bewusst sein müsste: „Es ist immer einen Schritt vorwärts, vier Schritte zurück mit ihm.“

Hearns Aussagen beziehen sich unter anderem darauf, dass Saunders‘ Social-Media-Aktivitäten ihm schon einmal Schwierigkeiten mit dem BBBofC eingebracht haben. 2018 hatte er sich unter anderem dabei filmen lassen, wie er eine Drogensüchtige dazu brachte, einen Passanten zu schlagen, und wie er eine andere Frau beleidigte. Damals musste er eine Strafe von 100.000 Britischen Pfund bezahlen. In einer Anhörung beim BBBofC zum nächstmöglichen Zeitpunkt wird verhandelt werden, wann und unter welchen Auflagen der Rechtsausleger wieder in den Ring steigen kann.

Text: Nils Bothmann

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