Wer ist euer „Boxer des Jahrzehnts international“?

Bis zum 20. Januar könnt ihr noch eure „Boxer des Jahrzehnts“ in den Kategorien Boxer national, Boxer international, Trainer und Frauen küren....

Eddie Hearn: Viele Angebote für Joshua vs. Fury

Da die Corona-Pandemie Großbritannien immer noch fest im Griff hat und unklar ist, wann und unter welchen Bedingungen dort Kämpfe stattfinden können, streckt Promoter Eddie Hearn die Fühler nach...

Tyson Fury will Wilder nie wieder eine Chance geben

Derzeit laufen Vermittlungsgespräche bezüglich des dritten Fights zwischen Deontay Wilder (42-1-1, 41 K.o.) und Tyson Fury (30-0-1, 21 K.o.). Nach mehreren Verschiebungen hatte das Team des Briten...

Sergey Kovalev testet positiv auf synthetisches Testosteron

Eigentlich soll der frühere WBO-Weltmeister im Halbschwergewicht Sergey Kovalev (34-4-1, 29 K.o.) am 30. Januar gegen Bektemir Melikuziev (6-0, 5 K.o.) kämpfen. Der Fight wurde aufgrund der Corona...

Teofimo Lopez: „Mein Körper ist bereit für den Aufstieg“

Mit seinem Sieg über Vasiliy Lomachenko (14-2, 10 K.o.) würde Teofimo Lopez (16-0, 12 K.o.) Vierfach-Champ im Leichtgewicht (...

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News

Canelo Alvarez verklagt DAZN und Golden Boy

Nach zahlreichen Querelen um seinen nächsten Fight hat Saul „Canelo“ Alvarez nun die Faxen dicke. Der mexikanische Superstar hat Klage gegen seinen Promoter Golden Boy Promotions und dessen Boss Oscar de la Hoya sowie seinen TV-Partner, den Streaming-Dienst DAZN, eingereicht.

Alvarez‘ Anwälte reichten die Klage gestern beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Kalifornien ein. Darin wirft der mehrfache Weltmeister DAZN und Golden Boy Vertragsbruch vor. Die beklagten Parteien sollen die Inhalte des 2018 mit Canelo vereinbarten Mega-Vertrags über elf Kämpfe und rund 365 Millionen Dollar nicht eingehalten haben. Der 30-jährige Boxer fühlt sich betrogen und sagt, dass seine Karriere behindert werde.

In der Klage fordert er nun 280 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Alvarez absolvierte erst drei der veranschlagten elf Kämpfe. Sein Kampf im Mai wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Er sollte dann im September zurückkehren, doch bis zuletzt konnten sich Canelo, Golden Boy und DAZN nicht auf einen angemessenen Gegner und eine entsprechende Börse einigen.

„Nach längeren Gesprächen zwischen den Parteien bot DAZN an, Alvarez und Golden Boy Promotions einen Bruchteil der vertraglich vereinbarten Lizenzgebühr von 40 Millionen US-Dollar in bar und einige DAZN-Aktien vor einem möglichen Börsengang zu zahlen“, heißt es in der Klageschrift. Der gesamte Wert des Pakets für einen Kampf gegen einen anderen Weltmeister soll jedoch „wesentlich geringer als die vertragliche Garantie von Alvarez“ gewesen sein, heißt es weiter.

Doch auch gegen seinen Promoter Golden Boy erhebt Canelo in der Klage Vorwürfe: „Angesichts der Tatsache, dass DAZN klargestellt hatte, dass es den Vertrag im Frühjahr und Sommer 2020 nicht einhalten würde, bat Alvarez Golden Boy Promotions wiederholt darum, alternative TV-Partner für einen Kampf im Herbst 2020 zu prüfen. Obwohl Golden Boy Promotions behauptete, man spreche mit verschiedenen Sendern, gelang es nicht, einen einzigen Alternativplan aufzustellen, der Alvarez die 35 Millionen Dollar garantieren würde, die man ihm für jeden seiner Kämpfe versprochen hatte.“

In einem Statement meldete sich mittlerweile auch Canelo selbst zu Wort. „Ich bin der beste Boxer der Welt. Ich fürchte mich vor keinem Gegner und ich werde nicht zulassen, dass Fehler meines TV-Partners oder meines Promoters verhindern, dass ich in den Ring steige. Ich habe Klage eingereicht, damit ich wieder boxen kann und den Fans die Show geben kann, die sie verdienen“, teilte Canelo mit.

Seinen letzten Kampf absolvierte Alvarez im November 2019. Damals bezwang er Sergey Kovalev und sicherte sich den WBO-Titel im Halbschwergewicht. Bis zuletzt war kein neuer Kampftermin für Canelo angesetzt worden.

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