Mayweather will Rematch gegen McGregor

Box-Ikone Floyd Mayweather (50-0, 27 K.o.) bessert die Haushaltskasse in der Box-Rente mit Schaukämpfen auf. Nach seinem Match gegen Logan Paul wollte er erst damit aufhören (...

Gervonta Davis muss vor Gericht

Zuletzt bestrafte Gervonta Davis (27-0, 25 K.o.) seinen Rivalen Rolando Romero (14-1, 12 K.o.) für dessen große Klappe, als er „Rolly“ in der sechsten Runde stoppte (...

Stevenson verliert Titel auf der Waage, boxt aber trotzdem

Am 30. April hatte sich Shakur Stevenson (18-0, 9 K.o.) mit einem Fabelsieg gegen Oscar Valdez (30-1, 23 K.o.) zum Doppelweltmeister im Superfeder gekrönt (...

Boxwerk München: Nostalgische Zukunft

Es ist der Gänsehautmoment des Abends für Nick Trachte, den Eigentümer von Münchens wohl populärstem Boxstudio „Boxwerk“ und Vize-Präsident des bayerischen Boxverbandes. Gerade werden im...

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Canelo findet seinen Meister in Bivol

Canelo findet seinen Meister in Bivol
Canelo findet seinen Meister in Bivol

Saul „Canelo“ Alvarez (57-2-2, 39 K.o.) betrat den Ring am Samstag als 5:1-Favorit. Der mexikanische Pound-for-Pound-King hatte zuvor in dominanter Weise alle Gürtel im Supermittel vereinigt, sein Gegner, WBA-Super-Champ im Halbschwer Dmitry Bivol (20-0, 11 K.o.) hatte in seinen letzten Fights dagegen etwas geschwächelt. Viele Zuschauer gingen im Vorfeld von einem Sieg des Pay-per-View-Superstars aus, der schon Undisputed-Ambitionen im Halbschwer bekundete (BOXSPORT berichtete).

Der Abend endete mit einem bösen Erwachen für Canelo. Denn Bivol ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Mit hervorragendem Distanzgefühl und einem starken Jab hielt der 10 Zentimeter größere Russe den Superstar beschäftigt, durchdrang immer wieder dessen Doppeldeckung. Canelo versuchte Bivols Deckung durch Power-Punches auf die Arme zum Erliegen zu bringen, landete harte Uppercuts, wenn er die Distanz zu seinem Gegner überbrücken konnte, musste jedoch häufig auf Reichweite bleiben. Teilweise boxte der Favorit an den Seilen, versuchte eine Lücke bei Bivol zu provozieren, musste aber meist Schlagsalven des Champs einstecken. Gegen Ende schien Canelo regelrecht frustriert davon zu sein, dass er kein wirkungsvolles Rezept gegen seinen Gegner fand, der seinen Schlachtplan konsequent durchzog. Nur in der elften Runde ließ sich Bivol auf Infights mit dem Pound-for-Pound-King ein, der zu diesem Zeitpunkt allerdings schon Zeichen der Erschöpfung zeigte. Auch ein Knockout, den Alvarez in den letzten Runden anzustreben schien, war für den Star nicht drin.

Am Ende gewann Bivol auf allen Punktzetteln mit der gleichen Wertung: 115:113. Ein überraschend knappes Ergebnis angesichts der Vorstellung, welche die meisten Zuschauer deutlich klarer für den Titelverteidiger gesehen hatten. Andrerseits hieß es in Boxkreisen zuvor bereits, dass es nahezu unmöglich sei in Las Vegas nach Punkten gegen die Cash Cow des Boxens zu gewinnen, weshalb der einstimmige Sieg immer noch für Bivols Qualitäten spricht.

Damit könnte er auch Alvarez‘ Zukunftspläne durchkreuzt haben. Eigentlich sollte im September das Trilogie-Finale gegen Gennady Golovkin (42-1-1, 37 K.o.), der dafür sogar ins Supermittel aufsteigen würde (BOXSPORT berichtete). Canelo bekräftigte allerdings nach dem Kampf, dass er die Rematch-Klausel gegen Bivol ziehen wolle. „Wir wollen den Rückkampf und wir werden dort viel besser sein“, verkündete der Star im Post-Fight-Interview. Allerdings meinte er auch: „Mein natürlichstes Limit, wo ich mich am wohlsten fühle, ist das Supermittel. Dort fühle ich mich auch am besten. Also werden wir sehen, ob wir das Rematch annehmen.“

Text: Nils Bothmann

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