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Charr-Titelverteidigung wird vollends zur Farce

Charr-Titelverteidigung wird vollends zur Farce
Charr-Titelverteidigung wird vollends zur Farce

Eigentlich hatte sich der „reguläre“ WBA-Weltmeister Mahmoud Charr (31-4, 17 K.o.) in die USA aufgemacht, um entweder gegen seinen Pflichtherausforderer Trevor Bryan (20-0, 14 K.o.) zu boxen oder zu beweisen, dass die von Don King für den 29. Januar angesetzte Titelverteidigung nur auf dem Papier existiert (BOXSPORT berichtete). Nun geht das Drama in die nächste Runde und wird vollends zur Farce: Laut Kings Team hat der Kölner Boxer nicht die nötigen Papiere, um zu kämpfen. „Die Sache ist die, dass Charr nicht das richtige Visum hat, um in den USA zu boxen“, erklärte Carl Lewis, der Anwalt von Don King Productions gegenüber „BoxingScene.com“. „Sein Visum erlaubt ihm in die USA zu reisen, aber seine Anmeldung für ein P1-Visum steht noch aus. Wenn er ein P1-Arbeitsvisum hat, könnte er kämpfen. Falls nicht, dann nicht. Don wartet wie alle anderen darauf, dass sie ihre Entscheidung treffen.“ Dieses Statement ist allerdings fraglich. Das Portal berichtet, dass ein solches Visum für Charr erhältlich war, aber ihm dazu ein unterschriebener Vertrag von Don King fehlte, der sich ebenfalls an der Beschaffung des Visums beteiligen musste.

Carrs Promoter Erol Ceylan sagte gegenüber „Boxen1“: „Man wollte nie, dass der Kampf stattfindet. Wir wurden nie als Partner wahrgenommen, es gab keine Antwort auf unsere Mails. Wir haben einen Vertrag bekommen und diesen unterschrieben zurückgeschickt, aber nie ein gegengezeichnetes Dokument erhalten.“

Weiterhin führt Kings Team Sicherheitsprotokolle an. „Wir wollen, dass dieser Kampf stattfindet, aber natürlich müssen wir wegen der Pandemie Vorsichtsmaßnahmen treffen. Charr ist noch nicht angekommen, wir haben Regeln und Vorschriften, dass Fighter in der ‚Bubble‘ (Quarantäne vor dem Kampf, d. Red.) sein müssen. Wir wissen nicht, ob er auf Covid-19 getestet wurde, wir wissen nicht, ob er sauber ist“, fuhr Lewis fort. „Wir wollten alles bereithalten, damit die Show weitergeht. Falls Trevor oder Charr nicht verfügbar sind, muss man Ersatz haben.“

Ersatz scheint auch schon parat zu stehen, denn laut „Boxrec.com“ wird Ex-Herausforderer Bermane Stiverne (25-4-1, 21 K.o.) nun der Gegner von Bryan sein – wie Bryan ein Schützling Kings, was die ganze Sache noch mehr nach einem abgekarteten Spiel aussehen lässt. Während Charr und Bryan zuletzt 2017 bzw. 2018 im Ring standen, liegt Stivernes letzter Kampf erst zwei Jahre zurück – sein letzter Sieg allerdings war 2015. Natürlich ist immer noch fraglich, ob und wie das Event zustande kommt. Auch die angekündigte Undercard ist im steten Wandel (so taucht Stivernes ursprünglich geplanter Gegner Christopher Lovejoy gar nicht mehr auf dem Plan auf) und letzten Berichten zufolge wussten Mitarbeiter des angeblichen Veranstaltungsortes, des Seminole Hard Rock Hotel & Casino in Hollywood, Florida, nichts von einer Buchung.

Text: Nils Bothmann

Foto: 

IMAGO / Sven Simon