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DBV bestätigt: „Boxing World Cup“ steigt in Köln

Die Gerüchte hielten sich nach der Absage des traditionsreichen Chemiepokals bereits hartnäckig. Nun hat der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) bestätigt, dass es noch in diesem Jahr ein Ersatz-Turnier für den Wettkampf in Halle (Saale) geben wird.

Vom 9 bis zum 13. April steigt in der Kölner Sporthalle Süd, die seit Jahren Austragungsort der Deutschen U18-Meisterschaften ist, der „Cologne Boxing World Cup“. Darauf einigten sich am vergangenen Freitag Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln, des ausrichtenden Vereins SC Colonia 06 Köln und des Veranstalters DBV. Es soll „ein Spitzenturnier des olympischen Boxsports“ werden, wie der Verband auf seiner Website mitteilt. 

„Nach der zwingend notwendigen Absage des Turniers in Halle sind wir sehr froh darüber, dass es in kurzer Zeit gelungen ist, die Finanzierung des Turniers durch unbürokratische und schnelle Hilfe durch das Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln sicherzustellen“, erklärte DBV-Präsident Jürgen Kyas. „Das gleiche gilt für die spontane Bereitschaft des traditionsreichen Boxvereins SC Colonia 06 Köln, die Ausrichtung der Veranstaltung zu übernehmen. Wir stehen jetzt mit den großen Boxnationen im Kontakt, der kubanische Boxverband hat bereits seine Teilnahme zugesagt.“

„Wir werden im Interesse unserer Athleten dieses Spitzenturnier durchführen. Dies ist in einem vorolympischen Jahr besonders wertvoll, unsere Athleten profitieren ungemein davon. Immerhin ist das Ziel, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ein bis zwei Medaillen zu gewinnen“, erläuterte DBV-Sportdirektor Michael Müller die Entscheidung.

Kyas und Müller wiesen die Spekulationen, dass die Absage des Chemiepokals schon lange zuvor beschlossen gewesen sei, entschieden zurück. „Die Finanzierung einer derartig hochrangigen Veranstaltung muss langfristig gesichert sein. Darauf haben wir in den letzten Jahren immer wieder deutlich hingewiesen und zahlreiche Gespräche geführt. Wir haben letztlich am 4. Januar 2019 den Innen- und Sportminister und die Entscheidungsträger in Sachsen-Anhalt sehr deutlich auf die nicht zu kompensierenden Budgetkürzungen hingewiesen“, sagen Kyas und Müller. „Hierauf erfolgte bis zur Entscheidung über die Absage am 22. Januar 2019 keine Reaktion. Nach unseren Recherchen wurde der Bewilligungsbescheid des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt mit der gleichzeitigen Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns als Empfänger des Bescheids an die Stadt Halle versandt. Er sei am 22. Januar 2019 (am Tag unserer Absage) dort eingegangen, liegt aber bis heute dem DBV nicht vor. Dieser Bescheid ist aber zwingende Voraussetzung, um Verträge oder Vereinbarungen treffen zu können. Der DBV war aus der Verantwortung für die Sicherstellung seiner Finanzen gezwungen, die Veranstaltung in Halle abzusagen. Erst dann haben wir nach alternativen Lösungen gesucht.“

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Imago/opokupix