Nach dem Hymnen-Skandal um das Abspielen der ersten Strophe des Deutschlandliedes bei der Veranstaltung „Boxen am Meer“ am 29. Juni und dem daraufhin von BOXSPORT veröffentlichten Interview...

Trainerlegende Heinz Weishaar ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Weishaar verstarb bereits am 7. Juli friedlich im Pforzheimer Seniorenstift Sonnenhof im Kreise seiner Familie.

Es ist eine ganz besondere Zeit in der noch jungen Karriere von EC-Boxing-Schwergewichtler Ali Eren Demirezen (11-0, 10 K.o.). Der 29-jährige Türke, der sein Land 2016 bei den Olympischen Spielen...

Bei der Box-Gala des Sauerland-Stalls am 17. August wird neben Vincent Feigenbutz auch Lokalmatador Ahmad Ali (14-0-1, 10 K.o.) in den Ring steigen.

Der Ludwigshafener trifft in seiner...

Nach der Comeback-Veranstaltung am 15. Juni in Hamburg, steigt die nächste Box-Gala des zurückgekehrten Traditionsstalls Universum Box-Promotion im September.

Das Event findet am 07.09. im...

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News

Erstes Aufeinandertreffen zwischen Bunn und Harth

Im Frankfurter Museum für Kommunikation kam es gestern zum ersten Aufeinandertreffen der Halbschwergewichtler Leon Bunn (13-0, 7 K.o.) aus dem Sauerland-Stall und Leon Harth (18-3, 12 K.o.) von Petkos Boxpromotion. Am 4. Mai boxen die beiden Profis in der Frankfurter Fraport Arena um den International-Titel der IBF.

„Ich habe mehr Erfahrung und viel stärkere Gegner geboxt als Leon Bunn, ich werde mich definitiv durchsetzen“, lautete Harths direkte Kampfansage. „Die Entscheidung, vom Cruisergewicht ins Halbschwergewicht zu wechseln, war die beste Entscheidung. Hier kann ich meine Schlagkraft noch besser ausspielen, das wird auch Bunn zu spüren bekommen.“ Außerdem habe der 30-Jährige noch eine Rechnung offen. „Ich bin immer noch der Meinung, dass ich 2017 den Kampf im Cruisergewicht gegen Artur Mann zu Unrecht verloren habe. Das will ich gerade stellen, dafür muss Bunn leider dran glauben“, polterte Harth.

Aber auch Bunn gab sich siegessicher: „Es ist eine große Ehre für mich, hier in Frankfurt zu boxen, dazu noch um einen Titel. Danke an meinen Promoter Sauerland“, sagte der Lokalmatador. „Ich verspüre keinerlei Druck, vielmehr große Vorfreude, denn mich werden zahlreiche Fans auf meinem Weg zum Titel unterstützen. Auf diese Chance, in Frankfurt um einen Titel zu boxen, habe ich hingearbeitet, ich bin vorbereitet.“ Über seinen Gegner äußerte sich der 26-Jährige auch. „Er hat sehr viel Erfahrung, aber jeder kennt meine Ziele. Ich will die ganz großen Titel. Es zählt natürlich vorerst nur dieser Kampf, aber Harth wird mich auf meinem Weg nach oben nicht aufhalten“, stellte Bunn klar.

Harths Promoter Petkovic ging verbal in die Offensive. „Leon Harth ist der bessere Boxer, mit der besseren Kondition. Das wird Bunns Team am 4. Mai deutlich spüren“, sagt der Petko-Boss selbstbewusst. „Ich erwarte einen klaren Sieg von meinem Schützling, alles andere wäre eine Überraschung. Bunn hat so einen Gegner noch nicht geboxt.“ Über die Kooperation mit Sauerland freue er sich trotz der verbalen Spitzen: „Die Zusammenarbeit läuft bisher gut, wir erwarten einen spannenden und großartigen Kampf, aber so traurig es für Team Sauerland ist, den Gürtel nehmen wir mit nach München. Es werden auch einige Busse mit Fans nach Frankfurt kommen, die Leon Harth zum Sieg schreien werden.“

Kult-Trainer Ulli Wegner kam auch zu Wort und äußerte sich zum Kampf: „Ich schätze Alexander Petkovic sehr und respektiere Leon Harth, aber es gibt keinen Zweifel am Ausgang des Kampfes. Wenn ein Boxer fit ist, dann wohl Leon Bunn, dazu kommt die bessere Technik.“ Auch ging er auf den zukünftigen Weg seines Schützlings ein. „Ich weiß, das es ein schwerer Kampf wird, aber Leon Bunn gehört die Zukunft. Er wird dieses Duell gewinnen und dann wird er seinen Weg nach oben fortsetzen“, sagte der Weltmeister-Trainer. Einen Vergleich mit früheren Schützlingen wollte er jedoch nicht eingehen. „Alle Boxer sind Individualisten, aber ich kann bestätigen, dass er schon sehr weit war, als er zu uns die in die Trainingsgruppe kam,“ so Wegner.

Abschließend ließ Freddy Ness, der den erkrankten Nisse Sauerland vertrat, auch einiges zu den weiteren Kämpfen verlauten. „Wir werden in Frankfurt ein hochkarätiges Programm bieten. Neben dem mit Spannung erwarteten Hauptkampf zwischen Leon Harth und Leon Bunn wird Abass Baraou (5-0, 2 K.o.) im Halbmittelgewicht über zehn Runden gegen den erfahren Südafrikaner Ali Funeka (40-10-3, 32 K.o.) in den Ring steigen und will seiner Chance auf einen großen Titel schnell näher kommen“, sagte Ness.

„Dazu schicken wir Albon Pervizaj (12-0, 9 K.o.) im Schwergewicht erstmals über zehn Runden in den Ring“, erzählte Ness. Dabei trifft Pervizaj auf den Spanier Gabriel Enquema (9-8, 6 K.o.). „Hierbei will und muss unser Hamburger Jung überzeugen, denn er will schnellstmöglich um einen Titel boxen“, so Ness.

Und auch Sophie Alisch (2-0, 1 K.o.) wird nach ihrem souveränen Auftritt am vergangenen Wochenende in Wolfsburg wieder in den Ring steigen. Sie boxt sechs Runden, als Gegnerin steht ihr diesmal die Spanierin Gabriella Mezei (9-17-5, 3 K.o.) im Federgewicht gegenüber.

„Dazu werden wir auch noch einige regionale Kämpfer boxen lassen, die wir uns genauer ansehen möchten und die sicherlich auch für eine großartige Stimmung sorgen. Diese Kämpfe und noch weitere Paarungen werden wir in Kürze bekannt geben“, versprach Ness.

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Foto: 

Marco Baumann