Seit Wochen freuen sich Box-Fans auf den Kampf im Super-Mittelgewicht.

Am Wochenende findet in der O2-Arena in Greenwich ein Boxabend mit hochrangigen Kämpfen statt. Insgesamt werden sieben Fights ausgetragen. In fünf Duellen geht es um Titel. Seit Wochen sind die...

Dillian Whyte zeigt seine Muskeln.

Dillian Whyte (28–3, 19 K.o.) kehrt am Samstagabend zurück auf die große Boxbühne. In Wembley (OVO Arena) kämpft der Brite gegen US-Amerikaner Jermaine Franklin (21–0, 14 K.o.). Das Duell ist auf...

Bei der Hamburger Boxgala im Mai schlug Michael Wallisch Toni Thes nach zwei Runden.

Schwergewichtler Michael Wallisch (23–5, 16 K.o.) steht vor seinem nächsten Titelkampf! Am 16. Dezember wird der 37-Jährige, der bei EC Boxpromotion unter Vertrag steht, in der kanadischen Stadt...

Emre Cukur (links) und Kevin Lele Sadjo im Infight.

Samstagabend forderte Emre Cukur (19–2–1, 3 K.o.) den amtierenden Europameister im Supermittelgewicht Kevin Lele Sadjo (19–0, 17 K.o.) im Le Palestre in Le Cannet heraus. Vom Start weg war es in...

Gervonta Davis (l.) und Ryan Garcia (r.) treffen 2023 in Las Vegas aufeinander.

Die Leichtgewichtler Gervonta Davis (27–0, 25 K.o.) und Ryan Garcia (23–0, 19 K.o.) werden im kommenden Jahr einen Kampf in Las Vegas austragen. Das Duell der US-Amerikaner soll laut Insider-...

1 von 5

News

Felix Langberg – harte Fäuste, grüner Daumen (Teil II)

Felix Langberg in der anderen Arbeitskleidung als Umweltaktivist für "Plant for Future"
Felix Langberg in der anderen Arbeitskleidung als Umweltaktivist für "Plant for Future"

Lesen Sie hier den ersten Teil der Story

„Plant for Future“ arbeitet mit lokalen Partnern zusammen,­ derzeit vor allem in Peru. Im Gespräch mit Felix Langberg wird klar, dass Umweltschutz strategische Planung benötigt. Aufgekaufte Gebiete müssen durch Grundeintragungen gesichert werden, Ranger sorgen vor Ort dafür, dass es keinen Raubbau durch Wilderer oder Goldschürfer gibt. „Wichtig ist, dass wir strategisch Gebiete am Rand des Amazons aufkaufen, was den Holzeinschlag tiefer im Wald verhindert. Diese Gebiete verbinden wir durch Wildkorridore, indem wir wieder strategisch entsprechende Areale aufkaufen, damit das Wanderverhalten der Tiere begünstigt und der Genpool gemischt wird“, erläutert der Rostocker. Sein Unternehmen konnte beispielsweise jüngst ein Gebiet schützen, in dem eine seltene Froschart vorkommt.

Felix Langbergs Frau Kim boxt mittlerweile ebenfalls 

Die Faszination für die Natur und ferne Länder trägt Langberg seit Jugendtagen mit sich. „Meine Reiseleidenschaft fing mit 16 an. Damals war ich in den Regenwäldern in Australien. In den tropischen Regionen hat es mir immer am meisten gefallen. Die Artenvielfalt, die Fauna, die Biodiversität, das fand ich schon immer stark“, schwärmt der 30-Jährige. Seine Leidenschaft wird von seiner Frau Kim geteilt. Das Paar lernte sich über den Sport kennen. Neben seinem Maschinenbaustudium arbeitete der Kampfsportler als Trainer in einem Fitnessstudio. Acht Jahre ist das Kennenlernen des Paares her. „Wir haben viel Sport zusammen gemacht und uns so kennen und lieben gelernt. Kim boxt inzwischen auch fleißig. Wir sind ein Herz und eine Seele in allem, was wir machen“, schwärmt Langberg. „Sie kämpft nicht, aber sie schuftet ebenfalls fünf Tage die Woche im Training. Es ist schön, wenn man jemanden hat, der das mit einem so lebt. Sie ist bei jedem Kampf dabei und unterstützt mich mental.“

Pendelei zwischen Hamburg und Rostock trübt die Ökobilanz

Langberg pendelt derzeit mit dem Auto zwischen Rostock und Hamburg. „Das erachte ich als nicht so schlimm, weil ich viel kompensiere und für die Umwelt tue“, sagt er. Ein E-Auto war für den umweltbewussten Fighter allerdings schon im Gespräch. Derzeit muss er sich als „Free Agent“ vor allem über Sponsoren finanzieren. Sein boxerisches Vorbild ist Tyson Fury: „Er ist die absolute Obergranate mit seinem Körper, seiner Gelassenheit und den Skills, die er hat. Wie er die Leute schlägt, ist schon beeindruckend.“

Felix Langbergs Leidenschaften sind Umweltschutz und Boxen

Felix Langbergs nächstes Ziel ist die Deutsche oder Internationale Meisterschaft, jedoch erst, wenn seine Freunde und Trainingspartner Peter Kadiru und Albon Pervizaj ihre Titel niederlegen. Dem Knockouter wurde aber auch noch technisches Talent außerhalb des Boxrings mitgegeben. „Ich bin durch meinen Opa, der Ingenieur und Professor war, auf das Maschinenbaustudium gekommen. In Mathematik und Physik war ich immer sehr gut, das waren meine Leistungskurse“, berichtet Langberg, der schon als Kind im Keller Gewinde schnitt. Während des Studiums, das er mit der Note 2,0 abschloss, verdiente er Geld mit dem Profikickboxen, gegen Ende seines Studiums gründete er „Plant for Future“. „Mein Masterabschluss, ‚Plant for Future‘ und der Profisport, das lief so Hand in Hand, als hätte das Schicksal nicht gewollt, dass ich als Ingenieur anfange“, meint er. Seine anderen Leidenschaften hätte er nur ungut mit einem Vollzeitjob als Ingenieur verbinden können, auch wenn er jederzeit in den Beruf zurückkehren kann. „Momentan ist es so, dass ich meinen Traum lebe, und das ist Boxen und Umweltschutz“, sagt der Fighter. 
Text: Nils Bothmann

Felix Langberg macht auch im Fotostudio eine gute Figur.

Foto: 

IMAGO/Ed Gar