Auch für Erik Pfeifer (7-0, 5 K.o.) lautet das Motto in dieser Woche: „London Calling“. Wie Teamkollege Michael Wallisch verschlägt es auch den 33-Jährigen auf die Insel, um den nächsten Schritt...

Im Vorprogramm des Schwergewichtsduells zwischen Dillian Whyte und Alexander Povetkin kommt es zu einem mit Spannung erwarteten Rückkampf zwischen Katie Taylor und Delfine Persoon um die...

WBO-Eliminator zwischen Ryan Garcia und Emmanuel Tagoe geplant

Trotz Zoff mit seinem Promoter Oscar de la Hoya sieht es derzeit gut für Leichtgewichtler und Social-Media-Star Ryan Garcia (20-0, 17 K.o.) aus. Nicht nur ist ein Fight um den WBC-Interimstitel...

Joyce und Dubois treffen vor ihrem Duell auf Wallisch und Pfeifer

Nach mehreren Verschiebungen aufgrund der Corona-Pandemie sollen die britischen Schwergewichtler Daniel Dubois (14-0, 13 K.o.) und Joe Joyce (10-0, 9 K.o.) nun am 24. Oktober aufeinandertreffen (...

Kabayel, Kadiru und Meinke vor Publikum bei SES-Box-Gala

Am 18. Juli findet die erste SES-Box-Gala nach der Corona-Zwangspause statt. Bisher waren die Kämpfe von Agit Kabayel (19-0, 13 K.o.) und Peter Kadiru (7-0, 3 K.o.) gesetzt (...

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News

Felix Sturm: Raus aus der Haft – zurück in den Ring?

Text: Frank Schwantes

 

Felix Sturm kämpft um Haftverschonung. Angeklagt wegen Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz samt einhergehender Körperverletzung, will der Ex-Champion eine geforderte Kaution von 300.000 Euro aufbringen, um endlich aus der Untersuchungshaft zu kommen.   

„Die Fortsetzung seiner Karriere als Boxer und die Grundlage seiner finanziellen Zukunft ist zwingend damit verbunden, dass er hier in Deutschland bleibt“, argumentierten seine Verteidiger laut Bild-Zeitung. Und sprechen damit einen wichtigen Punkt an: die Fortsetzung von Sturms Box-Karriere.

Nur, wird es diese überhaupt geben?

Der Kölner Boxprofi, bald 41 Jahre alt, stand zuletzt im Februar 2016 im Ring und kämpfte damals gegen den Russen Fedor Chudinov. Bei diesem Duell soll Sturm gedopt gewesen sein. A- und B-Probe jedenfalls waren positiv, worauf Sturm versprach, aufzuklären. Das aber hat er bis heute nicht getan, auch zur Enttäuschung seiner Fangemeinde.

In wenigen Monaten liegt der letzte Kampf des fünfmaligen Champions nun vier Jahre zurück. In seinen besten Zeiten gehörte Sturm boxerisch zweifellos zur internationalen Elite. Aber den Nachweis, dieses Klasse immer noch zu besitzen, konnte er zuletzt nicht mehr erbringen.

Die Chance, in naher Zukunft um einen prestigeträchtigen WM-Titel boxen zu können, dürfte kaum realistisch sein. Doch wer den Boxer Felix Sturm kennt, weiß, das dies eigentlich sein Anspruch ist. Alternativen also? Ein Duell gegen Arthur Abraham? Die Frage ist: Wer will diesen Fight, der gefühlt zehn Jahre zu spät kommt, überhaupt noch sehen, zumal auch „King Arthur“ längst nicht mehr weltmeisterlich unterwegs ist? Und: Wer würde diesen „Showdown“ finanzieren? Denn die beiden Ex-Champions würden kaum für Kleingeld gegeneinander antreten, dafür sind ihre Egos zu groß. Stattdessen ein Duell mit Jürgen Brähmer? Trotz seiner 41 Jahre steht der Schweriner noch voll im Saft und dürfte allein deshalb ein zu großes Risiko für Sturm darstellen.

Insofern bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge bei Felix Sturm entwickeln. Ein Ring-Comeback jedenfalls dürfte unter diesen Umständen ein schwieriges Unterfangen werden. Man darf gespannt sein.

 

Foto: imago images / Sven Simon