Hughie Fury beim Pressetermin

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18 Boxer aus Mecklenburg-Vorpommern bei U17-Meisterschaft

Seit Donnerstag boxen die besten deutschen Faustkämpfer der Altersklasse U17 im Alpincenter Wittenburg (Kreis Ludwigslust/Parchim). Die Deutschen Meisterschaften wurden am Mittwoch von ihrer...

Robin Krasniqi reicht Klage gegen Kampfurteil ein

Am 9. Oktober war es zum Rematch zwischen Robin Krasniqi (51-7, 19 K.o.) und Dominic Bösel (32-2, 12 K.o.) gekommen – am Ende gaben die Punktrichter Bösel den knappen Vorzug bei einer Split...

 Buchlaunch „Cassius X – Die Legende Muhammad Ali“ im Boxwerk

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Gervonta Davis vs. Rolando Romero: Hass-Duell am 5. Dezember

Gervonta Davis (25-0, 24 K.o.) sammelte in seinen letzten Fights Gürtel in drei Limits – zuletzt stoppte er im Halbwelter Mario Barrios (26-1, 17 K.o.) in der Elften (...

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Fury gewinnt Trilogie-Finale in harter Ringschlacht

Fury gewinnt Trilogie-Finale in harter Ringschlacht
Fury gewinnt Trilogie-Finale in harter Ringschlacht

Am Samstag stieg das Trilogie-Finale zwischen WBC-Weltmeister Tyson Fury (31-0-1, 22 K.o.) und Ex-Champ Deontay Wilder (42-2-1, 41 K.o.). Der Schlacht der beiden Schwergewichts-Titanen waren zwei Fights, eine erbitterte Rivalität, Betrugsvorwürfe und anwaltliche Auseinandersetzungen vorausgegangen. Beide kamen mit unbedingtem Siegeswillen in den Ring – auch Buchmacher-Favorit Fury hatte davor gewarnt seinen Gegner zu unterschätzen und den „Bronze Bomber“ mit einer explosionsbereiten Atombombe verglichen (BOXSPORT berichtete).

Eine spannende Frage war jene gewesen, ob Wilders neuer Trainer Malik Scott dem zuvor etwas eindimensionalen Power-Puncher neue Seiten abgewinnen könnte. Tatsächlich präsentierte sich der 35-jährige K.o.-Schläger technisch versierter und kontrollierte die erste Runde größtenteils. In den nächsten zwei Runden kam Fury stärker zurück, schickte Wilder in der Dritten auf die Bretter. In Runde vier wendete sich das Blatt erneut: Wilder verpasste dem „Gypsy King“ zwei Knockdowns in einer Runde (erstmals in Furys Karriere) und es sah kurzzeitig so aus, als ob er seinen Ruf als K.o.-Wunder pflegen können. Fury kam jedoch beide Male wieder auf die Beine und überstand die Attacken Wilders. In den folgenden Runden schenkten sich beide Kontrahenten nichts, allerdings offenbarten sich konditionelle Schwächen bei Wilder. Doch oft, wenn Fury seinen Gegner beharkte, konnte der „Bronze Bomber“ noch Reserven mobilisieren und durchaus gefährliche Gegenangriffe starten. Doch es nutze dem US-Amerikaner nichts: In der Zehnten musste er noch einmal auf die Matte, in der Elften war endgültig Schluss. Eine harte Rechte des Briten schickte Wilder zu Boden, Ringrichter Russell Mora brach ab und erklärte Fury zum Sieger durch K.o.

Nachdem Wilders Ecke im zweiten Kampf das Handtuch in der Siebten (gegen den Willen des Boxers) geworfen hatte, bekam der Ex-Weltmeister seinen Wunsch und durfte bis zum Ende kämpfen. „Ich habe mein Bestes getan, aber es war nicht gut genug“, so das Fazit des „Bronze Bomber“ nach dem Kampf. Eher unsportlich erschien allerdings, dass er die Hand des Siegers nach dem Fight nicht schütteln wollte. „Er ist einfach ein schlechter Verlierer“, meinte Fury bei der anschließenden Pressekonferenz.

Er erkannte die Arbeit an, die Wilder in Vorbereitung auf das Rubber Match geleistet hatte. „Ja, er hat sich verbessert. Er hat an seiner Boxtechnik und anderen Sachen gearbeitet“, stellte der „Gypsy King“ fest. „Es war eine andere Art von Kampf. Ein ganz anderer Fight als unser zweiter und unser erster. Er wog echt schwer ein heute Abend, um die 238 Pfund, und ich glaube, das hat ihm geholfen. Er hat stark geschlagen.“

Auch Wilder-Trainer Malik Scott lobte die Gegenseite. „Ich habe immer gesagt, Fury ist nicht gut, sondern sehr gut und beinahe großartig. Nach heute Abend halte ich ihn für einen großartigen Fighter. Sehr viel Respekt“, sagte der Coach gegenüber „EsNews“. „Wilder war großartig, Fury war großartiger. Der beste Mann hat gewonnen.“ Mit Blick auf die Knockdowns in Runde vier erklärte er allerdings auch: „Beinahe hätten wir ihn geschlagen.“

Text: Nils Bothmann

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