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George Groves: Heiliger Krieger

Mehrfach scheiterte George Groves an dem Ziel, Weltmeister zu werden. Doch „Saint George“ – wie ihn die Fans auf der Insel respektvoll nennen – stand nach verlorenen Schlachten immer wieder auf. Und am Ende erfüllte sich der charismatische Fighter seinen großen Traum doch noch.

Es ist ein spektakulärer Boxabend in Manchester. Als der Gong zur zwölften Runde ertönt, brandet Jubel in der Manchester Arena auf. Publikumsliebling George Groves und „Bad Boy“ Chris Eubank jr. liefern den Fans einen actionreichen Supermittelgewichts-Fight im Halbfinale der World Boxing Super Series (WBSS).

Groves liegt zwar nach Punkten in Führung, doch plötzlich kann er seinen linken Arm nicht mehr bewegen. Seine wichtige Führhand hängt nur noch schlaff an seinem Körper herunter. Doch „Saint George“ weicht den wilden Angriffen seines Kontrahenten ständig aus. Obwohl er sichtlich angeschlagen ist, bekommt Eubank jr. ihn nicht zu fassen. Immer wieder schnellt sogar Groves’ Rechte heraus und landet beeindruckende Konter. Nach drei Minuten ist die Qual endlich vorbei. Groves reckt seinen gesunden Arm zuversichtlich in die Luft.

Nach kurzer Zeit folgt die Gewissheit. Ringsprecher David Diamante verliest das Urteil der Punktrichter: 117:112, 116:112 und 115:113 für „Saint George“ Groves. Die Fans feiern, denn der „Good Guy“ hat gesiegt und dem als arrogant und selbstverliebt titulierten Eubank klar die Grenzen aufgezeigt. 

Schon im Vorfeld des Fights hatten sich beide Boxer zahlreiche Feindseligkeiten an den Kopf geworfen, doch im Ring agierte „Saint George“ wie ein spanischer Matador, der einem heranstürmenden Stier ausweicht, und bestimmte den Fight über weite Strecken. „Heute Nacht hat der bessere Mann gewonnen“, sagte Groves nach dem Kampf. „Ich hätte nicht gedacht, dass Junior die zwölf Runden übersteht. Dafür zolle ich ihm Respekt. Das war ein fantastischer Kampf für die Fans. Aber boxerisch war ich auf einem ganz anderen Niveau als Eubank.“

Doch Groves musste für den Sieg einen hohen Preis bezahlen, auch wenn er optimistisch ist, bis zum Finale der WBSS im Sommer wieder fit zu sein. „In der zwölften Runde habe ich mir die linke Schulter ausgekugelt“, erklärte der 30-Jährige nach dem Erfolg in Manchester. „Nach dem Fight wurde ich direkt zur Notaufnahme gefahren. Nach einigen Röntgenaufnahmen renkten die Ärzte mir die verletzte Schulter jedoch wieder ein. Ich arbeite nun mit einem Spezialisten an der Genesung. Im Moment bin ich schmerzfrei, was sicherlich ein gutes Zeichen ist...

Die gesamte Story zu George Groves und vieles mehr lesen Sie in der kommenden BOXSPORT-Ausgabe 06/2018 – ab Mittwoch am Kiosk!

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